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SEIT 1990 Leichtathletik


ASC Läufer erfolgreich an der Nordsee unterwegs

 

 

Die guten Ergebnisse der letzten Monate brachten den ASC-Läufern eine Einladung zum Küstenmarathon in Otterndorf an der Elbmündung zwischen Hamburg und Cuxhaven. Dort richtet eine Veranstaltergemeinschaft aus drei Vereinen, der örtlichen Sparkasse und dem Kinderschutzbund liebevoll einen Läufertag unter dem Motto “Athleten laufen für Kinderrechte” am Weltkindertag für alle Altersklassen und Menschen mit unterschiedlichem sportlichem Niveau aus. Auf dem Programm standen Bambiniläufe der Cuxhavener Kindergärten, Schülerläufe über 2 km, Läufe über 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon.

Zu Beginn wurden die eingeladenen Eliteläufer einzeln persönlich vorgestellt. Mit David Storl hatten die Otterndorfer den 28-jährigen mehrmaligen Weltmeister im Kugelstoßen mitten unter die

Läufer und hier vor allem im Bambinilauf präsentiert. Für die Eliteläufer war es selbstverständlich, dass sie ihr „Einlaufen“ mit den Bambinis in deren Lauf einbezogen.

Hatte es am Vortag der Veranstaltung noch geregnet mit starken Wind, so war es am Wettkampfmorgen nahezu windstill und temperaturmäßig zwar kühl, aber für die Langstrecken durchaus angenehm.

Im 10 km-Lauf mit Kilian Schreiner und Alexander Hirschhäuser sowie dem als großen Favoriten gehandelten Kenianer Noah Cherokony gab es einen äußerst spannenden und überraschenden Rennverlauf. Cherokony war extra mit seinem holländischen Manager angereist war, um ein paar Euros zu verdienen. Von Beginn an liefen die drei genannten an der Spitze des Feldes. Aus der ersten, einer 7 km-Runde, die zumeist über Asphalt, aber auch teilweise über Graswege und Pflaster durch die Stadt und über den Deich führte, kam wie erwartet der Kenianer mit Abstand über die Start-Ziel-Geraden. Dahinter aber schon Alexander Hirschhäuser leicht vor Kilian Schreiner. In der finalen 3 km-Runde änderte sich der Eindruck vom Laufverhalten der Führenden. Der Kenianer konnte das hohe Anfangstempo mit Kilometerabschnitten deutlich unter 3 Minuten, bei dem seine beiden deutschen Verfolger mit etwa 9:00 Minuten bei 3 km durchliefen, nicht durchhalten. Taktisch klug verhalten und seiner derzeitigen Stärke sicher kamen Hirschhäuser und Cherokony nur noch mit geringem Abstand voneinander auf die ca. 200 m lange Zielgeraden. Entschlossen und durch die gute Trainingsgrundlage der letzten Wochen, gab es kein Halten mehr für Alexander Hirschhäuser. Im Ziel hatte er seine Bestzeit um 96 Sekunden auf 31:07 Minuten verbessert und war damit 7 Sekunden schneller als sein afrikanischer Konkurrent. Auch Kilian Schreiner, der seine Straßenlaufbestzeit auf 31:42 Minuten verbesserte (auf der Bahn lief er bereits 30:00,08 Minuten), war durchaus zufrieden mit dem 3. Platz. Er war nicht ganz im Vollbesitz seiner Kräfte, u.a. weil er im Abschluss seines Bachelor-Studiums steht.

Marc Feußner und Yibrah Gidey Kahsay starteten im Halbmarathonlauf. Auch hier war ein Kenianer (Bestzeit 62:45 Minuten) am Start, dazu noch ein weiterer Läufer mit einer Bestzeit von 66:52 Minuten und der Sieger über 10 km im Vorjahr. Außerdem waren noch die Niedersachsen-Meisterschaften in diesem Lauf integriert. Deshalb war es für die beiden Breidenbach extrem schwer, auf die Podestplätze zu laufen. Marc Feußner kam mit neuer Jahresbestzeit von 74:06 Minuten als dritter der M35 auf Gesamtplatz 6. Yibrah Gidey Kahsay lief ebenfalls Jahresbestzeit mit 75:09 Minuten; er kam damit auf Platz 10. Für Yibrah läuft es zurzeit nicht so gut wie im Vorjahr. Bedingt durch seinen ungeklärten Aufenthaltsstatus, private Veränderungen und auch Beschwerden an seinem rechten Oberschenkel, wodurch er humpelt ins Ziel kam.

Beeindruckt waren die Hinterländer durch die freundliche Aufnahme in Ottersdorf, die Zuschauermengen an der Strecke zumindest in der Stadt, die Würdigung der Leistungen und die Moderation durch Norbert König, der als fachkundiger ZDF-Sportmoderator deutschlandweit bekannt ist.