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SEIT 1990 Leichtathletik


Kilian Schreiner gewinnt in Pforzheim, Lavinia Wagner am Hammerweiher
 
Zu Beginn der Crosslauf-Saison waren die ASC-Läufer schon wieder erfolgreich unterwegs. Beim Westerwaldcross in Mengerskirchen am 3. November konnten Theresa Ruppersberg (W13) als zweitschnellstes Mädchen über die 1.500 m-Wiesenrunden mit 5:58 min diesmal vor Charlotte Weigand (W12, 6:17 min) die Ziellinie überlaufen. Theresa gewann damit ihre Jahrgangswertung und Charlotte wurde hinter Julia Kaiser (LG Dornburg – 5:54 min) Zweite.
Parallel dazu war bei den Dill-Kreismeisterschaften am Hammerweiher in Dietzhölztal Lavinia Wagner (W12) über 1.600 m über die Wiesen in der Nähe der Sporthalle das schnellste Mädchen in 6:34,0 Minuten. Sie hatte sich das Rennen klug eingeteilt, so dass sie nach vorsichtigem Beginn die größten Reserven hatte und auf dem Schlussanstieg die letzten Mädchen überspurten konnte.
Mit nationaler Spitzenklasse hatten es Kilian Schreiner und Yibrah Gidey Kahsay beim Crosslauf in Pforzheim zu tun. Nach den letzten Erfolgen zusammen mit Alexander Hirschhäuser sollte noch stärkere Konkurrenz gesucht werden, um den wirklichen Leistungsstand auch national feststellen zu können. Dazu bot sich die zu den bestbesetzten Crossläufen in Deutschland gehörende Veranstaltung in Baden an.
Kilian begann das Rennen sehr offensiv und führte eine größere Gruppe über die erste Runde über die Wiesen mit zwei Hügeln und mehreren Hindernissen aus Baumstämmen und Heuballen über viele Schleifen an. In der zweiten Runde schien es so, als ob er sich etwas übernommen hätte, denn der spätere Sieger Markus Görger (LAC Freiburg) setzte sich etwas ab und mit ihm gingen weitere 5 Läufer an Kilian vorbei. Doch schon in der dritten Runde hatte Kilian die Lücke bis auf Platz 2 wieder geschlossen und einer nach dem anderen fiel zurück. Zum Schluss konnte nur noch Lukas Eisele von der LG Filder folgen und ihm kurz vor dem Ziel sogar einige Meter weglaufen. Doch mit einem energischen Spurt sicherte sich Kilian doch noch den zweiten Platz im Einlauf, der den Sieg in der Männerklasse bedeutete. Görger, der 2017 noch Platz 5 bei der U20-EM über 5.000 m erreicht hatte, gewann als U23-Sieger in 30:54,5 Minuten. Kilian benötigte 31:10,0 und Eisele 3:11,8 Minuten. Dahinter dann schon deutliche Abstände von 20 und mehr Sekunden für Läufer mit 5.000 m-Bestzeiten von knapp über 14 Minuten, unter anderem auch der Sohn von Olympiasieger Dieter Baumann, der aufgrund seiner Hindernisbestzeit von 8:51,06 Minuten im DLV-Kader steht, hier aber 74 Sekunden hinter Kilian Schreiner ins Ziel kam. Yibrah Gidey Kahsay sucht nach einer Verletzung noch seine Form aus dem frühen Sommer und kam nach 34:04,6 Minuten im Gesamteinlauf auf Platz 16.

Was ist eigentlich Orientierungslauf?

Sicherlich mehr als nur Karte lesen und durch den Wald rennen! Der ASC Breidenbach bekam Besuch und konnte seine Orientierungslaufarbeit vorstellen. Hierzu gibt es einen Artikel in der Freizeit Aktiv Ausgabe vom 29.09.2018 der Oberhessischen Presse. Der Artikel ist hier zu finden.

Vielen Dank an Christian Lips!

Kilian Schreiner und Alexander Hirschhäuser auch im Halbmarathonlauf überlegen
Die letzten Jahre haben gezeigt, dass der Mainuferlauf in Offenbach stets eine gute Strecke war, um schnelle Zeiten zu laufen. Nach den hervorragenden letzten Wettkämpfen ging es somit für Kilian Schreiner und Alexander Hirschhäuser darum die persönlichen Bestzeiten über die Halbmarathon Distanz anzugreifen. Als der ehemalige Vize-Weltmeister im Ultra-Traillauf und auch international erfolgreiche Ultralangstreckler Florian Neuschwandner an der Startlinie stand bestand die Hoffnung auf starke gleichwertige Konkurrenz. Doch diese war bereits nach dem ersten Kilometer verflogen, denn Neuschwandner konnte bereits dem Anfangstempo nicht folgen und stieg dann bei 3,5 km aus dem Rennen aus. Damit waren die beiden Breidenbacher Läufer bereits auf sich allein gestellt. Kilian Schreiner vorne allein an der Spitze, gefolgt von Alexander Hirschhäuser im sichtbaren Abstand, konnten das Tempo konstant hochhalten. Bei optimalen Bedingungen wurde das restliche Feld immer weiter distanziert.
3 Km vor Ziel konnte schließlich Alexander nochmals aufschließen auf Kilian und es entwickelte sich  ein spannendes Finish zwischen beiden. Beispielhaft für eine gelungene Teamleistung konnten beide Breidenbacher Läufer dadurch nochmals beschleunigen. Im packenden Endspurt konnte sich schließlich Kilian Schreiner durchsetzen und siegte in überragenden 1:07:53 Stunden gegen Alexander in 1:07:54 Stunden. Für Kilian ein weiterer großer Schritt zu seiner alten Stärke, für Alexander eine Verbesserung der persönlichen Bestzeit um 3:23 min. (Vorher 1:11:17 Stunden). Bemerkenswert ist, dass der 3.platzierte Sultan Abdu von der LG Eintracht Frankfurt mit einer Zeit von 1:14:29 Stunden bereits 6:36 Minuten Rückstand hatte.
Diese Ergebnisse zeigen, dass die beiden jetzt über die beiden langen Straßenlaufstrecken den Anschluss an die erweiterte deutsche Spitze herstellen konnten. Innerhalb weniger Wochen zeigten die Ergebnisse der Läufer des ASC Breidenbach ihre derzeitige Klasse in und über Hessen hinaus

ASC Läufer erfolgreich an der Nordsee unterwegs

 

 

Die guten Ergebnisse der letzten Monate brachten den ASC-Läufern eine Einladung zum Küstenmarathon in Otterndorf an der Elbmündung zwischen Hamburg und Cuxhaven. Dort richtet eine Veranstaltergemeinschaft aus drei Vereinen, der örtlichen Sparkasse und dem Kinderschutzbund liebevoll einen Läufertag unter dem Motto “Athleten laufen für Kinderrechte” am Weltkindertag für alle Altersklassen und Menschen mit unterschiedlichem sportlichem Niveau aus. Auf dem Programm standen Bambiniläufe der Cuxhavener Kindergärten, Schülerläufe über 2 km, Läufe über 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon.

Zu Beginn wurden die eingeladenen Eliteläufer einzeln persönlich vorgestellt. Mit David Storl hatten die Otterndorfer den 28-jährigen mehrmaligen Weltmeister im Kugelstoßen mitten unter die

Läufer und hier vor allem im Bambinilauf präsentiert. Für die Eliteläufer war es selbstverständlich, dass sie ihr „Einlaufen“ mit den Bambinis in deren Lauf einbezogen.

Hatte es am Vortag der Veranstaltung noch geregnet mit starken Wind, so war es am Wettkampfmorgen nahezu windstill und temperaturmäßig zwar kühl, aber für die Langstrecken durchaus angenehm.

Im 10 km-Lauf mit Kilian Schreiner und Alexander Hirschhäuser sowie dem als großen Favoriten gehandelten Kenianer Noah Cherokony gab es einen äußerst spannenden und überraschenden Rennverlauf. Cherokony war extra mit seinem holländischen Manager angereist war, um ein paar Euros zu verdienen. Von Beginn an liefen die drei genannten an der Spitze des Feldes. Aus der ersten, einer 7 km-Runde, die zumeist über Asphalt, aber auch teilweise über Graswege und Pflaster durch die Stadt und über den Deich führte, kam wie erwartet der Kenianer mit Abstand über die Start-Ziel-Geraden. Dahinter aber schon Alexander Hirschhäuser leicht vor Kilian Schreiner. In der finalen 3 km-Runde änderte sich der Eindruck vom Laufverhalten der Führenden. Der Kenianer konnte das hohe Anfangstempo mit Kilometerabschnitten deutlich unter 3 Minuten, bei dem seine beiden deutschen Verfolger mit etwa 9:00 Minuten bei 3 km durchliefen, nicht durchhalten. Taktisch klug verhalten und seiner derzeitigen Stärke sicher kamen Hirschhäuser und Cherokony nur noch mit geringem Abstand voneinander auf die ca. 200 m lange Zielgeraden. Entschlossen und durch die gute Trainingsgrundlage der letzten Wochen, gab es kein Halten mehr für Alexander Hirschhäuser. Im Ziel hatte er seine Bestzeit um 96 Sekunden auf 31:07 Minuten verbessert und war damit 7 Sekunden schneller als sein afrikanischer Konkurrent. Auch Kilian Schreiner, der seine Straßenlaufbestzeit auf 31:42 Minuten verbesserte (auf der Bahn lief er bereits 30:00,08 Minuten), war durchaus zufrieden mit dem 3. Platz. Er war nicht ganz im Vollbesitz seiner Kräfte, u.a. weil er im Abschluss seines Bachelor-Studiums steht.

Marc Feußner und Yibrah Gidey Kahsay starteten im Halbmarathonlauf. Auch hier war ein Kenianer (Bestzeit 62:45 Minuten) am Start, dazu noch ein weiterer Läufer mit einer Bestzeit von 66:52 Minuten und der Sieger über 10 km im Vorjahr. Außerdem waren noch die Niedersachsen-Meisterschaften in diesem Lauf integriert. Deshalb war es für die beiden Breidenbach extrem schwer, auf die Podestplätze zu laufen. Marc Feußner kam mit neuer Jahresbestzeit von 74:06 Minuten als dritter der M35 auf Gesamtplatz 6. Yibrah Gidey Kahsay lief ebenfalls Jahresbestzeit mit 75:09 Minuten; er kam damit auf Platz 10. Für Yibrah läuft es zurzeit nicht so gut wie im Vorjahr. Bedingt durch seinen ungeklärten Aufenthaltsstatus, private Veränderungen und auch Beschwerden an seinem rechten Oberschenkel, wodurch er humpelt ins Ziel kam.

Beeindruckt waren die Hinterländer durch die freundliche Aufnahme in Ottersdorf, die Zuschauermengen an der Strecke zumindest in der Stadt, die Würdigung der Leistungen und die Moderation durch Norbert König, der als fachkundiger ZDF-Sportmoderator deutschlandweit bekannt ist.