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SEIT 1990 Leichtathletik



Charlotte Weigand und Jürgen Stark gewinnen in Erndtebrück

 

Zum Beginn der Rothaar-Laufserie am 1. Mai in Erndtebrück konnten zwei ASC`er mit dem Gewinn ihrer Altersklassen überzeugen.

Einen deutlichen Sieg mit großem Vorsprung erlief sich Charlotte Weigand (W13) im Lauf über 2,2 km. Nach 10:12 Minuten hatte sie als schnellste aller Mädchen 39 Sekunden Vorsprung vor der nächsten.

Schon im Jahr 2018 konnte sich Jürgen Stark über eine Podestplatzierung in seiner Altersklasse M 55 in der Gesamtwertung der Serie freuen. Jetzt begann er in Erndtebrück im Halbmarathonlauf als Sieger in 1:45:35 Stunden. Schon am 14. April hatte er ohne spezielles Training beim Cross-Duathlon in Hünsborn auf der Jedermann-Distanz mit 2:02:22 Stunden als Viertplatzierter der TM 55 seine Wettkampfhärte getestet. Seine Splitzeiten für 4,5 km Lauf waren 24:43 min, für 20 km mit dem Mountainbike 69:30 min, und nochmal 4,5 km Laufen 26:02 min; dazu kamen dann jeweils noch die Wechselzonenzeiten.

 

 

Nicht ganz so gut lief es bei Nadine Klein, die in letzter Zeit krankheitsbedingt nicht so regelmäßig trainieren konnte. Sie kam im Halbmarathonlauf als Vierte der W 40 auf 2:20:53 Stunden.   

Berlin – Korschenbroich – Hünfeld

 

Das Angebot an hochwertigen Läufen am ersten Aprilwochenende war in Deutschland mehr als groß. Neben den Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon in Freiburg gab es die 39. Auflage des Halbmarathon in Berlin mit 28.454 Läufer und Läuferinnen im Ziel, Hessische Meisterschaften auf den Langstrecken in Hünfeld, einen interessanten Citylauf in Korschenbroich. Bei den einen läuft man für die Ehre und vielleicht um einen Titel,

bei anderen um ein Erlebnis mit Weltklasseläufern in einer Weltstadt und bei letzterem auch, um ein paar Euro zu verdienen.

 

Da die Männer des ASC Breidenbach nicht alle so gesund bzw. verletzungsfrei und dadurch die Chance auf eine gute Platzierung bei den Meisterschaften nicht real war, wurden andere Möglichkeiten gesucht und gefunden. Alexander Hirschhäuser hatte sich nach halbwegs überstandener Erkältung kurzfristig für den Halbmarathon in Berlin entschieden und durch die guten Verbindungen nach Berlin auch noch einen Startplatz für den eigentlich ausverkauften Lauf bekommen. Bei dem großen Andrang von Läufern (37.548 hatten gemeldet), dazu noch etwa 1.300 Inline-Skatern war jedoch schon der Tag vor dem Wettkampf ziemlich anstrengend mit dem nur persönlich möglichen Abholen der Unterlagen mit aufwändigem Durchgang durch die großen Messehallen und direkt vor dem Lauf auch nur eingeschränkten Vorbereitungsmöglichkeiten. Denn nur die „Elite“ wird bevorzugt behandelt, da sind Bestzeiten von unter 68 Minuten nicht relevant! Anders auch bei der Behandlung eines Ironman-Weltmeisters Patrick Lange, den vielen afrikanischen Läufern oder auch der allerbesten Deutschen mit Richard Ringer an der Spitze. Das wurde dann auch während des Rennens weitergeführt. An der Spitze Tempomacher, die den doch manchmal etwas störenden Wind nehmen und für Patrick Lange Absicherung durch „Begleitschutz“, der sogar noch Fotografieren verhindern wollte, aber eigene Aufnahmen und Videos für ihn waren dauernd möglich. Temperaturen von am Ende fast 20° C waren für Touristen, aber nicht für die Langstreckler besonders günstig.  

Zum Rennen: Vorne Gruppen mit Afrikanern mit dem Sieger William Wanjiku (61:00), in der zweiten Gruppe Richard Ringer als bestem Deutschen auf Platz 7 in 62:10 Minuten und dann die vielen guten internationalen Läufer, in denen sich die besten Deutschen um gute Zeiten bemühten. Alexander fand sich in einer Gruppe mit dem Ironman-Weltmeister wieder. Nach dem etwas zu schnellen Start pendelte sich das Tempo für eine Endzeit von deutlich unter 70 Minuten ein. Zumeist war aber der Breidenbacher der, der sich für die anderen in den Wind stellte und Tempo machte. Das nutzte auch der weltweit beste Läufer der Triathlonszene.  Vor drei Jahren stellte er auf Hawaii einen neuen Laufrekord auf, als er den Marathon in 2:39:45 Stunden absolvierte. „Im Triathlon nimmt das Laufen zunehmend eine größere Bedeutung ein“, sagt er. Warum also nicht auch mal eine reine Laufveranstaltung mit in die Vorbereitung nehmen? Tatsächlich hat sich Lange speziell auf den Halbmarathon vorbereitet. Vor allem den Anteil intensiver, kurzer Laufintervalle, die in seinen langen Trainingseinheiten sonst kaum eine Rolle spielen, hat er mit seinem Coach im Vorhinein erhöht. „Die Frage ist: Wie lange kann ich ein hohes Tempo halten?“, sagt Lange. (Zitate aus Der Tagesspiegel vom 05.04.19).

Erstaunlich für Alexander, dass er nach seiner Erkältung das Tempo so gut halten konnte und den letzten Kilometer sogar noch in knapp über 3 Minuten lief. Platz 44 in 68:59 Minuten bei den Männern (Zwei Frauen waren noch vor ihm, darunter die Streckenrekord laufende Sifan Hassan aus den Niederlanden in 65:43 Minuten), damit zehntbester Deutscher und nur eine Minute über seiner Bestzeit vom letzten Oktober. Lange, der in Darmstadt auch schon Trainingspartner auf dem Rad und der Straße von Kilian Schreiner war, konnte zum Schluss nicht mehr folgen und kam auf 69:37 Minuten und Platz 54.  

Bei Kilian Schreiner hatte sich schon bei seinem überraschenden 5. Platz bei den Deutschen Crossmeisterschaften die Achillessehne bemerkbar gemacht. Deshalb wäre ein Halbmarathonstart bei den Deutschen Meisterschaften ein zu großes Risiko gewesen. Als Alternative vor einem geplanten USA-Aufenthalt bot sich kurzfristig ein 10 km-Lauf in Korschenbroich an. In einem starken Läuferfeld mit dem amtierenden Deutschen Meister über 10.000 m und 5.000 m Sebastian Hendel (LG Vogtland) und vielen Teilnehmern aus Osteuropa, den skandinavischen Länder und Benelux erreichte Kilian einen guten 8. Platz in neuer persönlicher Bestzeit über 10 km Straße in 31:05 Minuten. Auch er war am Anfang etwas zu schnell, musste zwischendurch noch eine mehr Läufer ziehen lassen, die er aber auf dem letzten Kilometer wieder ein- und überholte. Es gewann Mohamed Ali aus den Niederlanden in 29:37 vor Hendel in 29:40 Minuten. Damit war er zweitbester Deutscher, was dann auch entsprechend honoriert wurde.

Sprinter Marcel Jung, der eher als Betreuer von Kilian mit nach Korschenbroich gefahren war kam im für ihn langen 5 km-Volkslauf nach 20:40 min auf Platz 11.

Bei den Hessischen Meisterschaften über die Langstrecken waren leider nur zwei jüngere Mädchen vom ASC Breidenbach am Start. Charlotte Weigand kam in der W13 mit neuer Bestzeit von 7:37,02 Minuten auf Platz 5. Dabei war sie bis zur Streckenmitte auf dem vorher geplanten Weg, bekam aber dann etwas Schwierigkeiten, konnte zum Schluss aber nochmals zulegen. Gegenüber dem letzten Start in der Halle war dies eine Verbesserung um 15 Sekunden.

Nicht ganz zufrieden konnte Theresa Ruppersberg sein. Nach ihrer tollen Zeit von vor zwei Wochen bei den Regionsmeisterschaften von 7:21,53 Minuten merkte sie sicher die Auswirkungen der letzten Woche mit einem schulischen Englandaufenthalt. Diesmal blieben die Uhren bei 7:34,23 Minuten stehen, was Platz 7 ergab.

Charlotte Weigand mit neuer Bestzeit über 5 km

 

Beim 44. Gießener Frühjahrslauf in der Wieseckaue am 24. März konnte Charlotte Weigand auf einer amtlich vermessenen Strecke ihre 5 km-Bestzeit aus 2018 (21:52) auf jetzt 21:47 Minuten leicht steigern.

 

Damit kam sie als viertbeste aller weiblichen Teilnehmerinnen und auf Platz 2 der WU14 ins Ziel.

Deutsche Meisterschaften im Crosslauf in Ingolstadt am 09.03.2019

 

Kilian Schreiner sensationell auf Platz 5 im Hauptlauf über 10.100 m

 

Damit hatte wohl keiner gerechnet: Kilian Schreiner (ASC Breidenbach) läuft bei den Deutschen Meisterschaften im Crosslauf unter den besten deutschen Langstrecklern auf Platz 5. Auf einem 1.000 m langen Rundkurs mit einigen steilen Anstiegen im Ingolstädter Hindenburgpark war der Lauf der Männer über 10.100 m der Höhepunkt und Abschluss der Meisterschaften. Nach einer kurzen Startgerade ging es eine kurze extrem steile Rampe hoch, gleich danach in eine Kurve und wieder runter. Der nächste Abschnitt führte flach um einen Teich, bevor es wellig und kurvig über einen Spielplatz ging. Die letzten 400 Meter waren dann wieder flach, nur aufgelockert durch zwei kleine Hindernisse. Durch die Menge der Läufer vorher waren auch die Wiesenwege schon stark aufgeweicht, so dass die Strecke doch relativ schwer zu laufen war. Schon nach der ersten halben Runde hatte Kilian die Führung des großen Feldes mit am Ende 63 Läufern im Ziel übernommen. Bin ich erstmal vorne, dann kann ich alle Unebenheiten auf der Strecke übersehen und bin sicher, dass meinen schon öfter verletzten Füßen nichts passiert, so der Weidenhäuser hinterher. Das war dann schon ziemlich keck im Hinblick auf die Qualität der folgenden Konkurrenz. Favorit Richard Ringer, der im letzten Jahr die 10.000 m beim Europacup in London in 27:36,52 min gewonnen hatte, vor den mit afrikanischen Wurzeln nächststärksten Läufern Amanal Petros (PB. 10.000 m in 28:29,78 min) und Samuel Fitwi Sibhatu (PB. 5.000 m n 13:56,12 min), der Titelverteidiger aus den beiden letzten Jahren Philipp Pflieger (Regensburg) und weitere namhafte Läufer waren in den ersten beiden Runden die Verfolger von Kilian. Dass sich die drei erstgenannten dann doch absetzen konnten und die Podestplätze unter sich ausmachten war voraus zu sehen. Bis zum Ziel gab es einen spannenden Kampf um den Titel, den Ringer (LC Rehlingen) in 32:03 min knapp vor Petros (TV Wattenscheid) in 32:04 min gewann. Dritter wurde Sibhatu (LG Vulkaneifel) in 32:13 min.

 

Hinter dem Führungstrio war dann ab der dritten Runde Philipp Pflieger zu Kilian aufgelaufen und dahinter gab es schon bald eine größere Lücke zu den Verfolgern. Pflieger hatte erst vor 4 Wochen bei einem Halbmarathon in Barcelona in 63:31 min seine gute Form unter Beweis gestellt, haderte aber nach dem Lauf mit dem Ergebnis und schob dies auf eine noch nicht ganz überstandene Erkältung. Dass er hier bei den Meisterschaften seinen Titel gegen Ringer nicht erfolgreich verteidigen konnte war wohl auch für ihn zu erwarten, aber dass er 7 km hinter einem Unbekannten wie Kilian Schreiner hinterherlaufen musste, war dann doch wohl nicht ganz in seinem Sinne. Dieser junge Mann vom ASC Breidenbach lies auch nicht nach in seinem Bemühen, doch noch von Pflieger wegzukommen und auch, um die Distanz nach hinten zu vergrößern. Ersteres gelang nicht, aber der Abstand nach hinten wurde von Runde zu Runde größer, obwohl auch hier noch das Feld mit Deutschen Meistern und etlichen eigentlich stärkeren Läufern vorhanden war. Anfangs der lang gezogenen Zielgeraden konnte Kilian einige Meter Abstand zu Pflieger rauslaufen, der aber dann kurz vor dem Ziel dank all seiner Erfahrung noch an Kilian vorbeikam. Ein fünfter Platz bei dieser starken Besetzung ist für ihn als toller Erfolg zu sehen und gibt Hoffnung auf eine weitere gute Saison dann auch auf der Laufbahn im Stadion.

Jahresrückblick 2018

 

Männer des ASC Breidenbach stark

 

Im zurückliegenden Jahr 2018 konnten vor allem die Männer des ASC Breidenbach mit hervorragenden Leistungen überzeugen. Den Anfang machte Kilian Schreiner am 20.01.

Zuerst gab es bei den Hessischen Hallenmeisterschaften im 1.500 m-Lauf einen 2. Platz in 3:58,46 und am nächsten Tag den Titel im 3.000 m-Lauf in 8:25,68 Minuten.

Am 07.02 konnte er dies als Deutscher Studentenmeister im 3.000 m-Lauf in Frankfurt mit 8:22,39 Minuten noch einmal steigern, wobei er nur ganz knapp die Qualifikation (8:22,00) für die Deutschen Hallenmeisterschaften verpasste.

Am 18.02. in Trebur sicherte sich die ASC-Männermannschaft mit Kilian Schreiner, Alexander Hirschhäuser und Yibrah Gidey Kahsay den Hessentitel im Crosslauf auf der Langstrecke.

 

Bei äußerst ungünstigen Bedingungen mit niedrigen Temperaturen und einem starken Wind konnte Kilian bei den Süddeutschen Meisterschaften in Regensburg am 17.03. die Vizemeisterschaft und die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften im 10.000 m-Lauf mit 30:36,19 Minuten erreichen. In einem Feld mit vielen deutschen Spitzenläufern gab es für Alexander Hirschhäuser mit 32:28,47 (7.), Yibrah Gidey Kahsay mit 33:02,72 (11.) und Marc Feußner mit 34:13,64 Minuten (14.) die besten Zeiten des Jahres. Nach dem Lauf in Regensburg gab es für Kilian leider wieder eine Verletzung, so dass er in den Wochen vor den Deutschen Meisterschaften am 12.05. in Pliezhausen nicht bzw. nur eingeschränkt trainieren konnte. Das Ergebnis war ein für seine Möglichkeiten enttäuschender 12. Platz mit einer Zeit  von 31:29,55 Minuten. Marc Feußner belegte dort in der M35 mit 35:13,59 Minuten den 3. Platz in der M35. Auch er blieb damit weit unter der Leistung aus dem März in Regensburg.

 

Ihre besten Ergebnisse bei Hessischen Meisterschaften im 5.000 m- bzw. 2.000 m-Lauf brachten Laura Weigel und Sophie Joedt am 22.04. in Bergen Enkheim bei großer Hitze. Laura belegte hinter der „Überfliegerin“ Lisa Oedt vom SSC Hanau-Rodenbach mit 19:50,62 Minuten den 2. Platz. Auch Sophie hatte nur zwei ganz starke Mädchen vor sich und belegte mit 7:11,93 Minuten einen guten dritten Platz im 2.000 m-Lauf.

 

Ihren vorerst letzten Titel bei Hessischen Meisterschaften gewann Laura Weigel im 2.000 m-Hindernislauf am 02.05. in Pfungstadt, ohne wirklich gefordert zu werden in 7:43,30 Minuten.

 

Eine weitere Hessische Vizemeisterschaft erreichte Sophie Joedt am 16.06. in Darmstadt im 800 m-Lauf der W14 mit 2:24,84 Minuten. Hier endet die DLV-Bestenliste der W14 mit Platz 30 bei 2:22,24 Minuten.

 

Auch bei der letzten Hessischen Meisterschaft konnte die Männermannschaft des ASC wieder zum Titel laufen. Im 10 km-Straßenlauf am 30.09. in Marburg gab es einen Doppelsieg durch Kilian Schreiner (31:29) und Alexander Hirschhäuser (31:31 Minuten). Die Mannschaft komplettierte Marc Feußner als M35-Vizemeister nach 34:11 Minuten. Die Zeit für die Mannschaft bedeutete dann auch noch neuen Regionsrekord in 1:37:11 Stunden.

 

Als Deutsche Vizemeister der Studenten beendete Alexander Hirschhäuser das Meisterschaftsjahr 2018. Am 02.12. in Pfungstadt musste er nur Jonas Götte (HS Bund Brühl) den Vortritt im Crosslauf über 7.780 m nach 25:18 Minuten lassen. 

 

Platzierungen in der Deutschen Bestenliste 2018:

Kilian Schreiner, 10.000 m Männer mit 20:36,19 am 17.03. in Regensburg, Platz 14

Kilian Schreiner, Halbmarathonlauf Männer mit 1:07:53 Std. am 14.10. in Offenbach

Alexander Hirschhäuser, Halbmarathonlauf Männer mit 1:07:54 Std. am 14.10. in Offenbach

Alexander Hirschhäuser, 3.000 m Hindernislauf Männer mit 9:53,70 min. am 02.06. in Osterode

sowohl im 10 km Straßenlauf (31:07) als auch im 10.000 m-Lauf lag Alexander ganz knapp nicht mehr unter den besten 50 Männern in Deutschland (31:01 und 32:22,23)

Laura Weigel, 5.000 m-Lauf der WU20 mit 19:50,62 am 22.04. in Bergen-Enkheim, Platz 44

Laura Weigel, 2.000 m Hindernis der WU20 mit 7:43,30 min in Pfungstadt, Platz 26

Sophie Joedt, 3.000 m der W14 mit 11:35,07 min am 18.07. in Trebur, Platz 17

(hier hat der HLV-Statistiker es nicht geschafft, die Leistung an den DLV weiterzugeben!)

 

Da Laura Weigel ihre größeren Möglichkeiten im Triathlon sieht, hat sie sich seit Mitte des Jahres mehr dem Radfahren und dem Schwimmen gewidmet. Zuerst wurde sie Hessische Meisterin im Duathlon am 14.04. in Großenenglis, um dann bei den Deutschen Meisterschaften im Duathlon am 28.04. in Alsdorf auf Platz 7 der Juniorinnen und mit der Hessenmannschaft den Titel zu gewinnen. Wir hoffen, dass sie ihre eher schwächere Disziplin im Laufen weiter verbessern kann, um dann auch hier die von ihr angestrebten Leistungen zu steigern. Dies sollte vor allem auf den langen Strecken und auch im Hindernislauf, wo sie ihre Möglichkeiten noch bei weitem nicht ausgeschöpft hat, möglich sein.  

 

Bemerkenswert war in diesem Jahr die immer deutlicher werdende Dominanz der beiden Langstreckler des ASC Kilian Schreiner und Alexander Hirschhäuser zumindest in Hessen.

So wie bei den Hessischen Meisterschaften im 10 km-Straßenlauf als die beiden unterwegs sich absprechen konnten, wann es denn endlich ernst werden sollte und sie dann auch mit einem Vorsprung von einer Minute gewannen. Oder bei ihrem Lauf über die Halbmarathonstrecke am 14.10. in Offenbach, als die nächsten in einem Abstand von mehr als 6 Minuten ins Ziel kamen. Stadtlaufsiege gab es in Ottersdorf an der Elbmündung (auch gegen kenianische Läufer), in Fulda oder Göttingen durch Alexander sowie der Sieg von Kilian beim national stark besetzten Crosslauf in Pforzheim. Auch die Läufe in der Region waren immer fest in ASC-Hand durch Kilian, Alexander oder auch Yibrah Gidey Kahsay.

 

Leider konnten die Schülerinnen ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen. Hier sollten vor allem Sarah Joedt nach ihrem glänzenden Jahr 2016 und Schwester Sophie Joedt nach den hervorragenden Leistungen im ersten Halbjahr 2018 wieder an die Ergebnisse anknüpfen können, wenn sie ihre Chancen in der Leichtathletik erkennen. Dass gute schulische Leistungen mit entsprechenden Ergebnissen im Sport korrelieren haben schon vor Jahren einige der damals älteren ASC-Jugendlichen deutlich gezeigt. 

Kilian Schreiner gewinnt in Pforzheim, Lavinia Wagner am Hammerweiher
 
Zu Beginn der Crosslauf-Saison waren die ASC-Läufer schon wieder erfolgreich unterwegs. Beim Westerwaldcross in Mengerskirchen am 3. November konnten Theresa Ruppersberg (W13) als zweitschnellstes Mädchen über die 1.500 m-Wiesenrunden mit 5:58 min diesmal vor Charlotte Weigand (W12, 6:17 min) die Ziellinie überlaufen. Theresa gewann damit ihre Jahrgangswertung und Charlotte wurde hinter Julia Kaiser (LG Dornburg – 5:54 min) Zweite.
Parallel dazu war bei den Dill-Kreismeisterschaften am Hammerweiher in Dietzhölztal Lavinia Wagner (W12) über 1.600 m über die Wiesen in der Nähe der Sporthalle das schnellste Mädchen in 6:34,0 Minuten. Sie hatte sich das Rennen klug eingeteilt, so dass sie nach vorsichtigem Beginn die größten Reserven hatte und auf dem Schlussanstieg die letzten Mädchen überspurten konnte.
Mit nationaler Spitzenklasse hatten es Kilian Schreiner und Yibrah Gidey Kahsay beim Crosslauf in Pforzheim zu tun. Nach den letzten Erfolgen zusammen mit Alexander Hirschhäuser sollte noch stärkere Konkurrenz gesucht werden, um den wirklichen Leistungsstand auch national feststellen zu können. Dazu bot sich die zu den bestbesetzten Crossläufen in Deutschland gehörende Veranstaltung in Baden an.
Kilian begann das Rennen sehr offensiv und führte eine größere Gruppe über die erste Runde über die Wiesen mit zwei Hügeln und mehreren Hindernissen aus Baumstämmen und Heuballen über viele Schleifen an. In der zweiten Runde schien es so, als ob er sich etwas übernommen hätte, denn der spätere Sieger Markus Görger (LAC Freiburg) setzte sich etwas ab und mit ihm gingen weitere 5 Läufer an Kilian vorbei. Doch schon in der dritten Runde hatte Kilian die Lücke bis auf Platz 2 wieder geschlossen und einer nach dem anderen fiel zurück. Zum Schluss konnte nur noch Lukas Eisele von der LG Filder folgen und ihm kurz vor dem Ziel sogar einige Meter weglaufen. Doch mit einem energischen Spurt sicherte sich Kilian doch noch den zweiten Platz im Einlauf, der den Sieg in der Männerklasse bedeutete. Görger, der 2017 noch Platz 5 bei der U20-EM über 5.000 m erreicht hatte, gewann als U23-Sieger in 30:54,5 Minuten. Kilian benötigte 31:10,0 und Eisele 3:11,8 Minuten. Dahinter dann schon deutliche Abstände von 20 und mehr Sekunden für Läufer mit 5.000 m-Bestzeiten von knapp über 14 Minuten, unter anderem auch der Sohn von Olympiasieger Dieter Baumann, der aufgrund seiner Hindernisbestzeit von 8:51,06 Minuten im DLV-Kader steht, hier aber 74 Sekunden hinter Kilian Schreiner ins Ziel kam. Yibrah Gidey Kahsay sucht nach einer Verletzung noch seine Form aus dem frühen Sommer und kam nach 34:04,6 Minuten im Gesamteinlauf auf Platz 16.

Was ist eigentlich Orientierungslauf?

Sicherlich mehr als nur Karte lesen und durch den Wald rennen! Der ASC Breidenbach bekam Besuch und konnte seine Orientierungslaufarbeit vorstellen. Hierzu gibt es einen Artikel in der Freizeit Aktiv Ausgabe vom 29.09.2018 der Oberhessischen Presse. Der Artikel ist hier zu finden.

Vielen Dank an Christian Lips!

Kilian Schreiner und Alexander Hirschhäuser auch im Halbmarathonlauf überlegen
Die letzten Jahre haben gezeigt, dass der Mainuferlauf in Offenbach stets eine gute Strecke war, um schnelle Zeiten zu laufen. Nach den hervorragenden letzten Wettkämpfen ging es somit für Kilian Schreiner und Alexander Hirschhäuser darum die persönlichen Bestzeiten über die Halbmarathon Distanz anzugreifen. Als der ehemalige Vize-Weltmeister im Ultra-Traillauf und auch international erfolgreiche Ultralangstreckler Florian Neuschwandner an der Startlinie stand bestand die Hoffnung auf starke gleichwertige Konkurrenz. Doch diese war bereits nach dem ersten Kilometer verflogen, denn Neuschwandner konnte bereits dem Anfangstempo nicht folgen und stieg dann bei 3,5 km aus dem Rennen aus. Damit waren die beiden Breidenbacher Läufer bereits auf sich allein gestellt. Kilian Schreiner vorne allein an der Spitze, gefolgt von Alexander Hirschhäuser im sichtbaren Abstand, konnten das Tempo konstant hochhalten. Bei optimalen Bedingungen wurde das restliche Feld immer weiter distanziert.
3 Km vor Ziel konnte schließlich Alexander nochmals aufschließen auf Kilian und es entwickelte sich  ein spannendes Finish zwischen beiden. Beispielhaft für eine gelungene Teamleistung konnten beide Breidenbacher Läufer dadurch nochmals beschleunigen. Im packenden Endspurt konnte sich schließlich Kilian Schreiner durchsetzen und siegte in überragenden 1:07:53 Stunden gegen Alexander in 1:07:54 Stunden. Für Kilian ein weiterer großer Schritt zu seiner alten Stärke, für Alexander eine Verbesserung der persönlichen Bestzeit um 3:23 min. (Vorher 1:11:17 Stunden). Bemerkenswert ist, dass der 3.platzierte Sultan Abdu von der LG Eintracht Frankfurt mit einer Zeit von 1:14:29 Stunden bereits 6:36 Minuten Rückstand hatte.
Diese Ergebnisse zeigen, dass die beiden jetzt über die beiden langen Straßenlaufstrecken den Anschluss an die erweiterte deutsche Spitze herstellen konnten. Innerhalb weniger Wochen zeigten die Ergebnisse der Läufer des ASC Breidenbach ihre derzeitige Klasse in und über Hessen hinaus

ASC Läufer erfolgreich an der Nordsee unterwegs

 

 

Die guten Ergebnisse der letzten Monate brachten den ASC-Läufern eine Einladung zum Küstenmarathon in Otterndorf an der Elbmündung zwischen Hamburg und Cuxhaven. Dort richtet eine Veranstaltergemeinschaft aus drei Vereinen, der örtlichen Sparkasse und dem Kinderschutzbund liebevoll einen Läufertag unter dem Motto “Athleten laufen für Kinderrechte” am Weltkindertag für alle Altersklassen und Menschen mit unterschiedlichem sportlichem Niveau aus. Auf dem Programm standen Bambiniläufe der Cuxhavener Kindergärten, Schülerläufe über 2 km, Läufe über 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon.

Zu Beginn wurden die eingeladenen Eliteläufer einzeln persönlich vorgestellt. Mit David Storl hatten die Otterndorfer den 28-jährigen mehrmaligen Weltmeister im Kugelstoßen mitten unter die

Läufer und hier vor allem im Bambinilauf präsentiert. Für die Eliteläufer war es selbstverständlich, dass sie ihr „Einlaufen“ mit den Bambinis in deren Lauf einbezogen.

Hatte es am Vortag der Veranstaltung noch geregnet mit starken Wind, so war es am Wettkampfmorgen nahezu windstill und temperaturmäßig zwar kühl, aber für die Langstrecken durchaus angenehm.

Im 10 km-Lauf mit Kilian Schreiner und Alexander Hirschhäuser sowie dem als großen Favoriten gehandelten Kenianer Noah Cherokony gab es einen äußerst spannenden und überraschenden Rennverlauf. Cherokony war extra mit seinem holländischen Manager angereist war, um ein paar Euros zu verdienen. Von Beginn an liefen die drei genannten an der Spitze des Feldes. Aus der ersten, einer 7 km-Runde, die zumeist über Asphalt, aber auch teilweise über Graswege und Pflaster durch die Stadt und über den Deich führte, kam wie erwartet der Kenianer mit Abstand über die Start-Ziel-Geraden. Dahinter aber schon Alexander Hirschhäuser leicht vor Kilian Schreiner. In der finalen 3 km-Runde änderte sich der Eindruck vom Laufverhalten der Führenden. Der Kenianer konnte das hohe Anfangstempo mit Kilometerabschnitten deutlich unter 3 Minuten, bei dem seine beiden deutschen Verfolger mit etwa 9:00 Minuten bei 3 km durchliefen, nicht durchhalten. Taktisch klug verhalten und seiner derzeitigen Stärke sicher kamen Hirschhäuser und Cherokony nur noch mit geringem Abstand voneinander auf die ca. 200 m lange Zielgeraden. Entschlossen und durch die gute Trainingsgrundlage der letzten Wochen, gab es kein Halten mehr für Alexander Hirschhäuser. Im Ziel hatte er seine Bestzeit um 96 Sekunden auf 31:07 Minuten verbessert und war damit 7 Sekunden schneller als sein afrikanischer Konkurrent. Auch Kilian Schreiner, der seine Straßenlaufbestzeit auf 31:42 Minuten verbesserte (auf der Bahn lief er bereits 30:00,08 Minuten), war durchaus zufrieden mit dem 3. Platz. Er war nicht ganz im Vollbesitz seiner Kräfte, u.a. weil er im Abschluss seines Bachelor-Studiums steht.

Marc Feußner und Yibrah Gidey Kahsay starteten im Halbmarathonlauf. Auch hier war ein Kenianer (Bestzeit 62:45 Minuten) am Start, dazu noch ein weiterer Läufer mit einer Bestzeit von 66:52 Minuten und der Sieger über 10 km im Vorjahr. Außerdem waren noch die Niedersachsen-Meisterschaften in diesem Lauf integriert. Deshalb war es für die beiden Breidenbach extrem schwer, auf die Podestplätze zu laufen. Marc Feußner kam mit neuer Jahresbestzeit von 74:06 Minuten als dritter der M35 auf Gesamtplatz 6. Yibrah Gidey Kahsay lief ebenfalls Jahresbestzeit mit 75:09 Minuten; er kam damit auf Platz 10. Für Yibrah läuft es zurzeit nicht so gut wie im Vorjahr. Bedingt durch seinen ungeklärten Aufenthaltsstatus, private Veränderungen und auch Beschwerden an seinem rechten Oberschenkel, wodurch er humpelt ins Ziel kam.

Beeindruckt waren die Hinterländer durch die freundliche Aufnahme in Ottersdorf, die Zuschauermengen an der Strecke zumindest in der Stadt, die Würdigung der Leistungen und die Moderation durch Norbert König, der als fachkundiger ZDF-Sportmoderator deutschlandweit bekannt ist.