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SEIT 1990 Leichtathletik



 

 

Erfreuliche Beteiligung am ASC-Projekt „Fit zu Deinem Ziel“

 

Seit vier Wochen bietet der ASC Breidenbach einen Laufkurs mit dem Titel „Fit zu Deinem Ziel“ an. An drei Tagen in der Woche werden neben dem grundlegenden Lauftraining auch wesentliche Bestandteile für eine Verbesserung der individuellen körperlichen Fitness angeboten. Umfangreiche Stabilisations- und Koordinationsübungen sollen genauso wie intensives Dehnprogramm zu einem effizienten Erreichen der persönlichen Ziele führen.

 

Neben einer vermehrten Anzahl von Teilnehmern aus dem ASC zeigt die regelmäßige Teilnahme von etlichen Einsteigern eine erfreuliche Resonanz auf das Angebot. Von Anfang an hat ein Betreuerpool unter Leitung von Kilian Schreiner Wert daraufgelegt, dass sich für jeden bei jeder Einheit auch außerhalb der Halle oder des Stadions ein sachkundiger Begleiter kümmert. Ersten Erfahrungen der Kursteilnehmer ist zu entnehmen, dass zwar „aller Anfang schwer ist“, dass auch der eine oder andere Muskel schmerzt, dass dies aber schon nach wenigen Trainingseinheiten stark zurückgegangen ist.

 

Die ersten der Teilnehmer nahmen bereits beim Lauf um den Perfstausee des ASC am 06.07. im 5 km-Lauf mit Zeiten unter 30 Minuten teil. Der im Kurs auch betreute Flüchtling aus Afghanistan Shahqhadam Ahmadi kam bereits nach 21:51 Minuten als Vierter ins Ziel. In Breidenbach hat er erst mit dem Laufen begonnen. Eine nächste Teilnahme am Stadtlauf in Biedenkopf, der schon über 10 km führte zeigte individuell gute Leistungen und zufriedene Gesichter.

 

In einer Laufeinheit wurde initiiert von Sarah Baumann eine Laufanalyse per Video durchgeführt, um auch dadurch den Teilnehmern einen optischen Eindruck und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

 

Wichtig für die Betreuer vom ASC ist, dass das persönliche Wohlbefinden im Vordergrund steht. Es kann hier jeder mitmachen und sein Ziel anstreben. Darin wird er / sie beraten und gefördert von lizenzierten Trainern / Sportlehrern und vor allem ist mit Kilian Schreiner als Hauptansprechpartner einer der derzeit besten deutschen Langstreckler richtunggebend mit im Projekt.

 

Einsteigen kann man immer noch, regelmäßige Teilnahme ist von Vorteil aber nicht Bedingung.

 

 

Kilian Schreiner immer schneller

 

Ein letztes Rennen vor den Deutschen Meisterschaften am 4. August war gedacht für eine mögliche Verbesserung im Ranking der 5.000 m, um beim Saisonhöhepunkt im Olympiastadion in Berlin mit dem Bewusstsein einer eigenen Stärke an den Start zu gehen. Bei Rennen im heimischen Raum kam es zuletzt meist zu Alleingängen ohne gleichstarke Konkurrenz. Im belgischen Heusden konnte hingegen mit Leistungen bis unter 13 Minuten gerechnet werden. Eine große Masse von internationalen Startern sorgte dort in den letzten Jahren immer wieder für Ergebnisse mit einer großen Dichte von Zeiten besser als 15 Minuten. Gutes Laufwetter bei etwa 20 °C und nur leichtem Wind, dazu eine große Zuschauerkulisse sorgten in den späten Abendstunden für gute äußere Bedingungen. In insgesamt sechs Läufen standen mehr als 120 Männer aus vielen Nationen am Start.

 

Im ersten Lauf erreichte aus deutscher Sicht Richard Ringer mit 13:14,43 Minuten hinter Edward Cheserek (USA – 13:04,44) und dem Kenianer Stanley Mburu Whaitaka (13:05,21) den dritten Platz vor Albert Rop (Brunei – 13:15,25) und vor allem nach einem harten Spurt gegen (Henrik Ingebrigtsen (Norwegen – 13:15,31) die geforderte Norm zur Weltmeisterschaft (13:22,50) im Herbst in Doha. Den zweiten Lauf gewann der aus Schwalmstadt stammende und für die LG Regensburg startende Zahnarzt Florian Orth in 13:34,16 Minuten.

 

Kilian Schreiner vom ASC Breidenbach war entsprechend seiner bisherigen Bestzeit von 14:13,25 in den vierten Lauf eingeteilt. Weitere Läufer mit besseren Meldezeiten ließen auf Zeiten unter 14 Minuten hoffen. Es bildete sich von Anfang an eine Vierergruppe an der Spitze, die mit gleichmäßigem Tempo von 67 bis 68 Sekunden eine Endzeit von etwa 14 Minuten ansteuerte. Immer mittendrinn war Kilian Schreiner. Als Zuschauer hatte man stets den Eindruck, dass er Herr der Situation war und sich mit diesem Tempo nicht übernahm. Die 3.000 m-Durchgangszeit von 8:24 war fast so schnell wie seine im Alleingang vor knapp drei Wochen aufgestellte Bestzeit von 8:21 Minuten. Knapp 1.000 m vor dem Ziel übernahm er dann sogar die Initiative und verschärfte das Tempo. Zuerst konnte aus der verbliebenen Vierergruppe noch der farbige Israeli Jamal Abdelmaji (13:54,28) mitgehen. Eingangs der letzten Runde war aber nur noch der Neuseeländer Oliver Chignell (13:52,84) dabei. Mit einer fulminanten letzten Runde war der Sieg in diesem Lauf in 13:51,16 Minuten aber letztlich ungefährdet. Damit ist Schreiner der 5 beste Deutsche an diesem Abend in Heusden. Seine erst im Mai aufgestellte Bestzeit verbessert er um 24 Sekunden und katapultiert sich damit unter die besten 10 der Deutschen Bestliste auf dieser Distanz. Gegenüber dem September des letzten Jahres verbessert er sich sogar um mehr als eine Minute. Mit diesem Spurtvermögen ist ihm bei den Deutschen Meisterschaften durchaus eine Platzierung unter den besten Acht zuzutrauen. Für Leistungen in diesem Bereich sind langjährige Bereitschaft zu einem zielgerichteten Training, Verständnis der direkten sozialen Umgebung und vor allem Gesundheit und Unverletztheit des Körpers notwendig. Die Trainingsgestaltung, wie sie zuletzt im Laufprojekt des ASC federführend von Schreiner mit vielfältigen Trainingsformen angeboten, erhöht die Effizienz, so dass mit relativ niedrigem Laufumfang diese Leistung erreicht werden konnte.

 

Großer Andrang beim Perfseelauf des ASC Breidenbach

 

Wie schon erwartet: in diesem Jahr war die Beteiligung am 23. Lauf „Rund um den Perfstausee“ nicht so groß wie in den beiden letzten Jahren. Diesmal war der Hauptlauf über 10 km mit 53 Männer und Frauen gegenüber 107 im Vorjahr nicht so gut besetzt. Die Beteiligung an den übrigen Starts war ähnlich der wie bei der letzten Auflage. So hatte der 5 km-Lauf für die Jedermänner und -frauen sowie der Jugendlichen mit 61 Teilnehmern eine gute Resonanz gefunden. Im Schülerbereich fanden drei Läufe für die 19 Jungen und 25 Mädchen über den Damm statt. Bedenklich anzumerken ist die geringe Anzahl der älteren Schüler und Jugendlichen. So waren bei den U16 (Schüler A) nur 9 Jungen und Mädchen im Ziel und bei der U18 (B-Jugend) und U20 (A-Jugend) auch nur 4 Läufer/innen notiert. Dies ist ein Problem, das durchgängig in der Leichtathletik, aber auch in anderen Sportarten oder Bereichen zu sehen ist und dies verstärkt sich schon seit einigen Jahre immer mehr.

 

Das schöne Frühsommerwetter und die herrliche Lage um den See hatte etliche Läufer vor allem aus dem ehemaligen Dillkreis, aber auch aus dem benachbarten Siegerland und darüber hinaus angelockt. Eingebunden in das Programm waren wie seit Jahren schon die Specialolympics-Läufer in den 5 km-Wettbewerb, die mit 16 Teilnehmern dabei waren. Insgesamt konnten 179 Läufer und Läuferinnen sowie Walker das Ziel bei bestem Volkslaufwetter in den verschiedenen Wettbewerben erreichen.

 

Dank der Mithilfe der Hinterländer Werkstätten und zahlreicher Mütter und Väter vom ASC sowie

 

auch der dann später aktiven Läufer vom Verein konnten die Nachmeldungen registriert und die Läufe entsprechend dem Zeitplan pünktlich gestartet werden. Weiter verbessern könnte man die Infrastruktur auf dem Gelände am See und die Würdigung einer solchen Werbe-Veranstaltung für die Besonderheiten im hessischen Hinterland. Gibt es doch immer wieder neue Auflagen, die die Arbeit für eine solche Veranstaltung immer wieder erschweren. Anerkennende Kommentare gab es von Teilnehmern aus dem Gießener Raum und auch aus Kassel, die teilweise sogar über Nacht in den umliegenden Orten blieben.

 

Bambini und Schüler/innen fieberten den Läufen über 500 m und 1000 m mit Wendepunkt auf dem Damm entgegen, die Langstreckler liefen wie in den letzten Vorjahren erprobt im Uhrzeigersinn um den Stausee. Einen kompetenten Moderator am Mikrofon hatten die Breidenbacher in Artur Schmidt (Herborn) gewonnen. Er konnte neben den fachkundigen Erläuterungen über viele der Läufer auch manche Geschichten aus seinen langjährigen Erfahrungen aus der Leichtathletik berichten.

 

Gelaufen wurde über 5000 m und 10.000 m auf der bewährten 2,5-Kilometer-Runde mit dem herrlichen Blick über den See und die umliegende Landschaft – der Startschuss fiel auf der Straße oberhalb des Damms und die Strecke führte in die entgegengesetzte Richtung zu den früheren Veranstaltungen. So waren die Läufer schon lange vor dem Durchlauf am Ziel zu beobachten.

 

Dass nach den letzten Ergebnissen der gastgebenden ASC wieder um die Spitzenplätze in den einzelnen Läufen mitlaufen würde, war zu erwarten. Vor allem im Hauptlauf über 10 km war dies dann auch mehr als deutlich. Schon in der ersten von 4 Runden kam Marc Feußner und Paul Simon mit großem Abstand als erste über den Damm durch die Zielpassage. Feußner konnte seinen Vorsprung immer weiter ausbauen, aber Simon wurde in der dritten Runden ein- und überholt. Am Ende hatte Feußner, in 36:56 Minuten einen komfortablen Vorsprung vor Patrick Brandenburger (38:52 – Team LAUFstil) und Christoph Kahn (38:53 - Tuspo Hörbach). Feußner hatte am Abend vorher noch einen Einsatz in der Staffel beim Marburger Nachmarathon und war froh, dass er am See nicht mit vollem Einsatz laufen musste. Mit dem Fahrrad kam Triathlet Karsten Weigel (ASC) aus Kleingladenbach und gewann die M45 in 43:13 Minuten. Armin Kolbe brauchte 50:13 Minuten und kam auf Platz 7 der M50.

 

Schnellste Frau war mit Susanne Heinbach eine bekannte und seit Jahren erfolgreiche Läuferin vom TSV Krofdorf-Gleiberg in 42:46 Minuten. Aber erst in der letzten Runde konnte sie sich entscheidend von Sonja Kiefer (43:45) absetzen. Sonja hatte als Veranstaltungsleiterin bis kurz vor dem Start noch die Organisation gemanagt. Anfangs hatte sie mit Stefanie Gocht vom TV Herborn in Führung gelegen, doch die routinierte Susanne Hainbach lief den beiden letztlich souverän davon.

 

Im 5 km-Lauf war Mittelstreckler Samuel Eizenhöfer (LC Diabü Eschenburg) immer Herr der Lage. Erst am Mittwoch vorher hatte er in Pfungstadt über 800 m in 1:56,75 Minuten bewiesen, dass er zu den Besten in Mittelhessen gehört. Als es auf die Zielgerade ging konnte er seinen Begleiter, den jugendlichen Nico Debus (18:18) mit 18:12 Minuten noch sicher distanzieren. Als Dritter kam Sprinter Marcel Jung vom ASC Breidenbach nach 20:48 Minuten vor Sven Gärtner, der nach 21:41 Minuten als Vierter ins Ziel benötigte. Schnellste weibliche Teilnehmerin war die erst 12-jährige Charlotte Weigand (ASC Breidenbach) nach flottem Beginn in 21:29 Minuten. Dahinter dann Johlanda Espeter (23:05 – TV Laasphe) und Kirsten Bergen (24:40), die bis auf zwei Männer (Sitka Gerlach -23:46 und Selim Büyük – 24:28) allen ihrer Schützlinge von der Fußball-Mannschaft des SSV Hommertshausen die Hacken zeigte.

 

Mit im 5 km-Lauf waren auch Teilnehmer des Lauf-Projektes vom ASC: Shahqhadqm Ahmadi, ein Flüchtling aus Afghanistan auf Platz 4 in 21:51, Gabriele Schäfer (Platz 7 der Frauenwertung) kam zusammen mit Martin Schneider als 19. der Männer in 29:47 min ins Ziel.

 

Begonnen hatten die Bambinis mit ihrem 500 m-Lauf. Schnellste waren auf der Dammkrone Geordi Langer (2:29) bei den Jungen und Xenia Koch (TV Niederscheld – 2:24) bei den Mädchen. ASC-KiLa-Trainerin Rashan Mai hatte noch Freunde ihrer Kinder mitgebracht; bei den Bambinis wurden Silas Noel Soldan (Jg. 2014) bei den Jungen nach 3:04 Minuten Vierter und Schwester Greta Felicia Soldan (Jg. 2016) nach 3:16 Minuten Sechste der Mädchen.

 

Über 1.000 m gab es bei den Mädchen einen Zweikampf zwischen Sophie Joedt und Theresa Ruppersberg, beide vom ASC, den beide zeitglich in 3:48 Minuten als Siegerinnen in ihren jeweiligen Jahrgängen beendeten. Auch in der W12 kamen die ASC-Mädchen Sophie Edelmann (4:06) und Elisabeth Schneider (4:07) im Gleichschritt ins Ziel gestürmt. In der W8 kam im lockeren Laufstil Ella Melek Mai (ASC) nach 4:36 Minuten auf Platz 2, während in der W9 Freundin Nele Reichel in 4:45 Minuten ebenfalls auf Platz 2 einkam. Nach einem Sturz war in der W13 Marie Reimer (ASC) konkurrenzlos, sie erreichte das Ziel nach 6:45 Minuten.

 

Den Jungenlauf dominierte in 3:33 Minuten Moritz Klein (M14) vom TV Dillenburg. Als nächster kam Finn Dalla-Villa (M14) vom TV Niederscheld nach 3:48 ins Ziel. In der M10 kam Julius Schneider (ASC) nach 4:27 Minuten auf Platz 3 und Noah Emre Mai kam nach 5:04 Minuten auf Platz 6 der M11.      

 

Charlotte Weigand und Kilian Schreiner mit Bestzeiten

 

Beim 3. Pfungstädter Abendsportfest in diesem Jahr zeigten die Läufer und Läuferinnen vom ASC unterschiedliche Ergebnisse. So gab es für Kilian Schreiner und Charlotte Weigand Bestzeiten. Die guten äußeren Bedingungen mit angenehmen Temperaturen und Windstille begünstigten die Ergebnisse.

 

National gesehen war die Endzeit im 3.000 m-Lauf von Kilian Schreiner die wertvollste Leistung.

 

Als Vorbereitungsrennen für den Start bei den Deutschen Meisterschaften, die Anfang August in Berlin stattfinden, war dies gedacht. Leider fehlte wieder einmal eine gleichwertige Konkurrenz, so dass er vom ersten Schritt an alleine für sein Tempo sorgen musste und auch keinen Druck von Andererseits hatte als nur die vorher besprochenen Vorgaben. Mit 8:21,15 Minuten hatte er 15 Sekunden Vorsprung. Er erreichte zwar nicht ganz seine Hallenbestzeit (8:17,13) reihte sich in der Deutschen Bestenlisten jetzt auch auf dieser Laufstrecke an Position 16 ein. Ähnliche Platzierungen hat er über 5.000 m und 10.000 m aktuell inne. Im gleichen Lauf zeigte auch Vereinskamerad Marc Feußner seine wieder verbesserte Form und war auf Platz 7 mit 9:13,24 Minuten mit Abstand bester in den Seniorenklassen.

 

Über 800 m gab es für Charlotte Weigand (W13) als jüngste der drei angetretenen ASC-Mädchen im neunten von 10 Läufen über 800 m auf Platz 2 eine Verbesserung auf jetzt 2:40,31 Minuten, dagegen blieb Theresa Ruppersberg (W14) mit 2:39,43 Minuten im achten Lauf deutlich über ihrer Bestzeit von 2:35,50 und Sophie Joedt (W15) kann mit 2:43,91 Minuten nicht an ihre Ergebnisse aus dem Vorjahr anknüpfen.

 

Im 400 m-Lauf wagte Marcel Jung (ASC) nach Verletzungs- und Trainingspause wieder einmal einen Versuch über seine ehemalige Paradestrecke. Mit 55,70 Sekunden sollte der Einstand zufriedenstellend bewertet werden.

 

Theresa Ruppersberg gewinnt beim Volkslauf in Haiger

 

Beim 3. Lauf zum Sparkassen Lauf-Cup 2019 waren die starken Männer des ASC diesmal nicht am Start. Trotzdem gab es einen Sieg für den ASC, und zwar durch Theresa Ruppersberg (W14), die schnelltes Mädchen im Schülerlauf über 1.400 m war. Hinter der Jungen gewann sie den 1.400 m in 4:38 Minuten. Charlotte Weigand belegte in der W13 Platz 2 in 4:50 Minuten, Marlisa Freund kam nach 5:01 auf Platz 2 der W14 und Schwester Nela Freund in 5:33 auf Platz 4 der W14.

 

Ganz stark hielt sich Ella Melek Mai im Lauf der jüngeren Schüler über 700 m auf Platz 2 der W08 in 2:47 Minuten; bei insgesamt 52 Jungen und Mädchen im Ziel war das ein guter 22. Platz im Gesamteinlauf. Noah Emre Mai kam nach 3:03 Minuten auf Platz 5 der M11.

 

Einziger ASC-Vertreter im Hauptlauf über 5.800 m war Armin Kolbe. Er kann nach 27:12 Minuten auf Platz 10 der M50 und wurde im Gesamteinlauf 67. unter 177 Läufer und Läuferinnen

 

Sonja Kiefer und Marlisa Freund Kreismeister

 

Integriert in den Bahnlauf des TV Wetter waren die Kreismeisterschaften im 800 m- und im 5.000 m-Lauf am 12. Juni. Bei angenehmen äußeren Bedingungen überraschten die drei Starter des ASC mit zwei Titeln und guten Zeiten. Bedauerlich dagegen aber die geringe Resonanz dieser Kreisveranstaltung, die nur durch die Teilnehmer aus anderen Kreisen überhaupt noch einen Wettkampfcharakter erhält.

 

Im ersten, dem schnelleren Lauf über 800 m konnte Paul Simon nach einem klug eingeteilten Rennverlauf seine Bestzeit vom August 2018 von 2:09,96 auf jetzt 2:09,4 Minuten leicht verbessern. Damit belegte er in der Kreiswertung den zweiten Platz. Auch die Zwillinge Marlisa und Nela Freund (W14) hielten sich im zweiten Lauf beachtlich. Durch starke letzten 200 m verbesserte sich Marlisa von 2:47,5 Minuten, gelaufen im September 2018 in Breidenbach auf jetzt 2:44,0 Minuten und gewann damit die Kreiswertung der U16. Auch Nela konnte sich von 2:57,6 auf jetzt 2:56,0 Minuten verbessern und wurde damit Zweite in der WU16.

 

Im gemeinsam mit Männern und Frauen gestarteten 5.000 m-Lauf konnte unsere ASC- Vorsitzende Sonja Kiefer nach der Geburt ihres Sohnes Felix nach zwei Jahren Wettkampfpause sofort wieder mit einer starken Leistung überraschen. Im Schlepp von Paul Simon, der nach 19:43,9 Minuten als Dritter der Kreiswertung ins Ziel kam wurde Sonja mit 19:45,5 Minuten Kreismeisterin. Mit dieser Zeit wäre Sonja im letzten Jahr auf Platz 4 der Regionsbestenliste notiert gewesen. Ihre besten Zeiten hat Sonja im Jahr 2010 erreicht, so wurde sie mit der ASC-Mannschaft im Halbmarathonlauf Deutsche Juniorenmeisterin am 18.04. in Bad Liebenzell, sie selbst war dabei Vizemeisterin in 1:22:37 Stunden. Auch über 5.000 m hatte sie Ihre Bestzeit auf 17:57,97 Minuten (24.07. in St. Wendel) und im 10 km-Straßenlauf auf 37:48 Minuten (02.10. in Marburg) gesteigert. Erstaunlich aktuell, mit welch geringem Aufwand Sonja wieder in den Bereich deutlich unter 20 Minuten laufen kann.

 

Kilian Schreiner mit nächster beeindruckender Steigerung bei den Deutschen Meisterschaften

 

Anna Starostzik auf Platz 13

 

So stark besetzt wie in diesem Jahr waren die Deutschen Meisterschaften im 10.000 m-Lauf seit Jahrzehnten nicht mehr. So war Kilian Schreiner (ASC Breidenbach) in der DLV-Bestenliste von 2016 mit seiner bisherigen Bestleistung von 30:00,08 Minuten auf Platz 10 notiert und im Jahr 2009 reichten sogar 29:40,06 Minuten aus, um Deutscher Meister zu werden. Zurzeit ist im deutschen Langstreckenbereich eine aufsteigende Tendenz zu beobachten, die auch zur Folge hat, dass bei den Deutschen Meisterschaften am Samstag (08.06.) in Essen insgesamt 19 Männer unter der 30 Minuten-Marke blieben.

Mittendrin mit Kilian Schreiner auf Platz 11 auch ein heimischer Läufer.

 

Nachdem es am Nachmittag noch stürmisch und regnerisch im Stadion „Am Hallo“ zuging, gab es für die abschließenden Läufe bei Temperaturen um 14° C und Windstille gute äußere Bedingungen. Für die ambitionierte Spitze galt es darum, Qualifikationen für verschiedene internationale Meisterschaften zu erbringen. Für den 10.000 m-Europa-Cup Anfang Juli in London waren 29:15 Minuten bei entsprechender Platzierung gefordert. Diesen hatte Richard Ringer im Jahr 2018 mit 27:36,52 Minuten gewonnen. Für die U23-Europameisterschaften in Schweden im Juli sollten 29:30 Minuten unterboten werden, die Norm für die WM in Doha im Oktober von 27:40 Minuten war noch kein Thema, eher die für die Frauen, die bei 31:50 Minuten liegt.

 

Das Rennen der Männermit mit insgesamt 36 Teilnehmern begann mit einem ersten Kilometer in 2:50 für eine 9-köpfige Spitzengruppe mit allen Favoriten, dahinter mit etwas Abstand nochmals 9 Läufer, zu denen an deren Ende auch Kilian Schreiner gehörte. Bis zur Streckenmitte änderte sich daran wenig, die 5 km-Marke konnte Kilian in 14:39 Minuten passieren. Dann wurde es in der Verfolgergruppe etwas langsamer, so dass Kilian an die Spitze dieser Gruppe ging, um sich seinen Wunsch, unter 29:30 Minuten zu laufen, auch zu erfüllen. Auf den letzten Kilometern fiel diese Gruppe dann mehr und mehr auseinander und ein letzter Abschnitt in 2:50 Minuten brachte noch einige Platz-Verbesserungen und einen guten 11. Platz mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 29:25,23 Minuten. Den Regionsrekord von Norbert Rautenberg (LC Mengerskichen, gehörte vor der HLV-Reform zum Bezirk Gießen und wird deshalb heute noch als Rekord geführt) von 29:23,2 Minuten vom 11.10.1974 verpasste er damit um weniger als 2 Sekunden. Seit dieser Zeit ist nur ein weiterer Athlet aus der Region unter 30 Minuten gelaufen; Kilian freut sich mit seinem Trainer, dass er nun auch dessen Zeit unterboten hat. Den Männerlauf gewann letztlich souverän Richard Ringer (LC Rehlingen) in 28:28,89 Minuten, dahinter die beiden letzten Meister Sebastian Hendel (2018 von der LG Vogtland – 28:43,67) und Simon Boch (2017 von der LG Regensburg – 28:45,34). Für Kilian war dies ein weiterer großartiger Erfolg auf dem Weg in die absolute deutsche Spitze. Dass er sich selbst bei den vielen schon so erfolgreichen Läufern in der Verfolgergruppe um ein gutes Tempo bemühen musste und auch die vielen Überrundungen zeigen seine derzeitigen weiteren Möglichkeiten auf. Man bedenke, dass im geschlagenen Klassefeld hinter Kilian mit Karsten Meier (Halbmarathon 2018), Moritz Beinlich (Halbmarathon 2019) und Jannik Arbogast (10 km 2018) drei Langstreckenmeister auf den Rängen 14, 16 und 17 einliefen - allesamt in einem Leistungsbereich um 29:30 Minuten. Mit Marathonmann Tobias Schreindl (29:54,14) blieben insgesamt 19 Läufer unter der 30-Minuten-Marke, die mit Frank Schauer auf Position 20 ein früherer Marathonmeister knapp verpasste.

 

Der Lauf der Frauen wurde eine Galavorstellung von Alina Reh (SSV Ulm). Die 22-jährige überrundete alle anderen Läuferinnen und blieb mit 31:19,87 Minuten deutlich unter der WM-Norm. In einem überschaubaren Feld von 16 Frauen hatte die Zweitplatzierte Miriam Dattke (LC Regensberg) mit 32:50,10 Minuten und als Dritte die Marathonspezialistin Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt) mit 33:50,18 Minuten schon gehörig Rückstand. Mit in diesem Feld auch Anna Starostzik aus Dautphe, die in Kassel arbeitet und lebt und für Spiridon Frankfurt startet, sie kam nach 35:19,31 Minuten auf Rang 13.

 

Marc Feußner Dritter in Deuz, Charlotte Weigand schnellstes Mädchen

 

Der TuS Deuz im Siegerland hatte zum 30. Pfingstlauf am Samstag eingeladen. Angeboten wird hier eine 15 km-Strecke durch die Wälder des Netpherlandes mit fast 200 Höhenmetern für die Erwachsenen und auch eine 3 km-Strecke für die Jugendlichen.

 

Im Vorjahr hatte Yibrah Gidey Kahsay vom ASC Breidenbach in 52:33 Minuten mit Abstand gewonnen, diesmal sollte Marc Feußner den ASC vertreten.

 

Bei 203 Läufern im Ziel gewann mit Abstand vorneweg der aus Eritrea stammende Eyob Solomon (Team Ayo Essen) in herausragenden 49:50 min. Dahinter dann ein weiterer Läufer mit afrikanischen Wurzeln mit Medhanie Teweldebrhan im Trikot der LG Wittgenstein gut 3 Minuten später (52:54). Dann wurden die Abstände geringer, denn Marc Feußner (ASC 1990 Breidenbach) war ihm zuletzt mit 53:01 Minuten dicht auf den Fersen, was für seine eigene Klasse, der M35 natürlich zum Sieg reichte.

 

Charlotte Weigand (ASC Breidenbach) hatte es über 3 km mit weiteren 26 Jungen und Mädchen der U16 und U14 zu tun. Hinter 3 Jungens aus dem Siegerland hielt sie sich hervorragend und war nach 11:57 Minuten Schnellste aller Mädchen.

 

Marc Feußner gewinnt überlegen in Eibelshausen

 

Sascha Schessler schnellster M09-Schüler

 

Auch den zweiten Lauf zum diesjährigen Sparkassen Lauf-Cup`s sah einen Läufer des ASC Breidenbach in Front. Nachdem Ende April Alexander Hirschhäuser vor Marc Feußner den Stadtlauf in Dillenburg gewonnen hatte, gab es am Himmelfahrtstag (30.05.) einen ganz überlegenen Sieg von Marc Feußner im Hauptlauf über 10 km. Schon am Ende der ersten Runde durch das Eibelshäuser Stadion und rund um den Holderberg kam er mit deutlichem Vorsprung wieder ins Stadion. Am Ende hatte er mit 37:44,4 Minuten eine Dreiminutendistanz vor dem Zweiten Felix Pinter (LC Diabü Eschenburg – 40:52,4). Wer hier irgendwelche Bestzeiten laufen wollte, musste dies schon bald auf der Strecke mit einer knackigen Steigung vor der steilen Abfahrt ins Stadion aufgeben. Feußner hatte hier nach seiner guten Zeit über 5.000 m von der Hessischen Meisterschaft in Kassel eine Woche zuvor (16:01) zwar einen ruhigen Vormittag, musste sich aber trotzdem mühen, um eine einigermaßen akzeptable Endzeit zu erreichen. Die beiden anderen ASC`er Armin Kolbe auf Platz 30 im Gesamteinlauf (7. der M50) in 53:00,8 und direkt dahinter Florian Balz als 3. der M35 in 53:24,3 Minuten sollten deshalb mit ihren Leistungen zufrieden sein.

 

Für die Schüler ging es auf 1.200 m im und um das Stadion um die Platzierungen. Hier war Sascha Schessler nach klug eingeteiltem Lauf in 6:01,2 Minuten bester des Jahrganges 2010. Für die beiden ASC-Mädchen Ella Mellek Mai (Jahrgang 2011) und Nele Reichel (Jahrgang 2010) war die Nervosität bei ihrem ersten Start bei einem solchen Wettbewerb noch groß. Nach verhaltenem Beginn konnten sie auf der für sie langen Strecke noch einige Mädchen überholen und kamen nach 7:01,7 (Ella auf Platz 2) und 7:06,9 Minuten (Nele auf Platz 4).

 

Theresa Ruppersberg stark verbessert

 

Nach einigen Rückschlägen scheint es bei Theresa Ruppersberg (ASC Breidenbach) wieder aufwärts zu gehen. So konnte sie sich innerhalb einer Woche von enttäuschenden 2:45,78 bei den Hessischen Meisterschaften auf gute 2:35,50 Minuten im 800 m-Lauf verbessern. Damit gewann sie ihren Zeitlauf bei der hervorragend besetzten Pfungstädter Laufgala am Samstag (08.06.)

 

Kilian Schreiner mit neuem Kreisrekord und Qualifikation für die Deutsche Meisterschaften

 

Lena Ritzel mit Norm für Deutsche Juniorenmeisterschaften

 

Bei der „Langen Laufnacht“ am Samstagabend in Karlsruhe machte Kilian Schreiner vom ASC 1990 Breidenbach einen weiteren großen Schritt in Richtung deutsche Spitzenklasse.

 

In einer Veranstaltung, die nur Mittel- und Langstreckenläufe auf dem Programm hatte gab es reihenweise Normen für die internationalen und nationalen Meisterschaften sowie auch viele persönliche Bestleistungen.

 

Im Hauptprogramm des späten Abends standen für die heimischen Teilnehmer 5.000 m-Läufe auf dem Programm. Bei Flutlicht, Windstille nach einem vorhergegangenen Regenschauer und für Läufer angenehmen Temperaturen von etwa 14° C waren die Bedingungen sehr gut. Internationalen Besetzung, extra engagierten Tempomachern und ein sachkundiges Publikum, das bis auf Bahn 4 der Laufbahn stehen durfte, bildete einen weiteren läuferfreundlichen Rahmen wie man ihn sonst in Deutschland selten findet.

 

Nach seinem hervorragenden Abschneiden bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften (Platz 5) durfte Kilian Schreiner im A-Lauf starten. Hier brauchte er nicht wie vor 10 Tagen in Pfungstadt allein vorneweg zu laufen; vielmehr konnte er sich in einem großen Pulk von etwa gleichschnellen Läufern einordnen. Ganz vorne lief mit Ahmed el Amri Tariq ein Saudi-Araber allein, der im Ziel nur noch einen knappen Vorsprung in 13:40,80 Minuten hatte. Dahinter kam dann eine große Gruppe mit dem Weidenhäuser. Schon der erste Kilometer mit 2:47 Minuten war rekordverdächtig. Zur Hälfte lies eine Zeit von unter 7 Minuten auf das Erreichten der gewünschten Norm für die DM (14:24) oder gar mehr hoffen. Der vierte Kilometer war dann aber doch etwas langsamer, auch weil sich das Feld immer mehr auseinanderzog und er einen Teil relativ allein laufen musste. Doch zum Schuss gab es nochmals einen Kilometerabschnitt von 2:47 und die letzten 200 m in 28 Sekunden waren besonders beindruckend.

 

Das Ergebnis war überwältigend mit 14:13,25 Minuten, bedeutete eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr von 45 Sekunden, die Verbesserung des Uralt-Kreisrekordes von Rolf Klinge (Blau-Gelb Marburg) um mehr als 10 Sekunden und auch die Norm für die Deutschen Meisterschaften Anfang August in Berlin. Als sechstbester Deutscher kam er auf Platz 11 seines Laufes.

 

Nicht wie erhofft lief es diesmal bei Vereins- und Trainingskamerad Alexander Hirschhäuser. Im B-Lauf über 5.000 m war bis zur Hälfte noch alles im Plan für eine Zeit unter 15 Minuten, doch dann gab es einen deutlichen Einbruch auf den letzten 5 Runden. Die Endzeit von 15:29,18 Minuten auf Platz 19 dieses Laufes entspricht nicht seinem derzeitigen Leistungsvermögen.

 

Für eine nicht ganz gesunde Lena Ritzel (VfL Marburg) war das Ziel, die Norm für die Juniorenmeisterschaften in vier Wochen in Wetzlar zu laufen. Ein besonderer Moment war für sie, mit der zur europäischen Spitze gehörenden mehrmaligen U23-Europameisterin Alina Reh (SSV Ulm) am Start zu stehen. Die Ausnahmeläuferin aus Baden-Württemberg hatte schon nach 600 m ihre Tempomacherin außer Dienst gestellt und drehte ihre Runden in einer sehenswerten Art und Weise allein vorneweg. Ihre Endzeit von 15:12,96 Minuten war damit auch schon die Norm für die Weltmeisterschaften im Herbst in Doha, Katar.

 

Lena Ritzel als eine der jüngeren Läuferinnen begann mit Kilometerabschnitten von etwas unter und dann etwas über 3:30 Minuten. Da sie lange alleine ohne direkten Kontakt zu ihren Vorderläuferinnen laufen musste, wurde es dann etwas langsamer. Trotzdem kam sie mit 17:48,40 Minuten als 26. von 33 gestarteten Frauen ins Ziel. Damit unterbot sie auch ihre persönliche Bestzeit aus 2018 um genau 2 Sekunden und auch die Norm für die DM (18:20) deutlich.

 

Breidenbacher Läufer in Neheim in Front

 

Auf Einladung der Marburger Studentin Julia Altrup, die bis zum Jahre 2016 für den TV Neheim gestartet war, waren drei Läufer des ASC Breidenbach am 12. Mai zum Citylauf nach Neheim gekommen. Auf amtlich vermessener Strecke in der Innenstadt gab es auf der 10 km-Strecke einen ungefährdeten Sieg für Alexander Hirschhäuser bei den Männern in 31:53 Minuten, Platz 3 für Marc Feußner in 34:14, Platz 12 für Paul Simon in 39:34 und zudem noch Platz 1 in der Frauenwertung durch die aktuelle Süddeutsche Hallenmeisterin über 800 m Julia Altrup (VfL Marburg) in 41:21 Minuten. Alexander konnte bereits in der dritten von neun Runden seinen letzten Verfolger Leo Arnold vom SC Hagen abschütteln und dann mit einem Vorsprung von 1:37 Minuten auch noch den bisherigen Streckenrekord um 2 Minuten verbessern. Für Marc sollte es noch einmal einen Versuch geben, die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften über 10.000 m (M35 in 34:00) zu laufen. Doch leider konnte er auch das Anfangstempo von Arnold nicht mitgehen und auf dem in jeder Runde zu laufendem leichtem Anstieg war es allein doch zu schwer, die Norm zu unterbieten. Die ausgeschriebene Mannschaftswertung gewann das ASC-Trio in 1:45:41 Stunden mit mehr als 14 Minuten Vorsprung.

 

Charlotte Weigand und Jürgen Stark gewinnen in Erndtebrück

 

Zum Beginn der Rothaar-Laufserie am 1. Mai in Erndtebrück konnten zwei ASC`er mit dem Gewinn ihrer Altersklassen überzeugen.

Einen deutlichen Sieg mit großem Vorsprung erlief sich Charlotte Weigand (W13) im Lauf über 2,2 km. Nach 10:12 Minuten hatte sie als schnellste aller Mädchen 39 Sekunden Vorsprung vor der nächsten.

Schon im Jahr 2018 konnte sich Jürgen Stark über eine Podestplatzierung in seiner Altersklasse M 55 in der Gesamtwertung der Serie freuen. Jetzt begann er in Erndtebrück im Halbmarathonlauf als Sieger in 1:45:35 Stunden. Schon am 14. April hatte er ohne spezielles Training beim Cross-Duathlon in Hünsborn auf der Jedermann-Distanz mit 2:02:22 Stunden als Viertplatzierter der TM 55 seine Wettkampfhärte getestet. Seine Splitzeiten für 4,5 km Lauf waren 24:43 min, für 20 km mit dem Mountainbike 69:30 min, und nochmal 4,5 km Laufen 26:02 min; dazu kamen dann jeweils noch die Wechselzonenzeiten.

Nicht ganz so gut lief es bei Nadine Klein, die in letzter Zeit krankheitsbedingt nicht so regelmäßig trainieren konnte. Sie kam im Halbmarathonlauf als Vierte der W 40 auf 2:20:53 Stunden.  

 

Berlin – Korschenbroich – Hünfeld

 

Das Angebot an hochwertigen Läufen am ersten Aprilwochenende war in Deutschland mehr als groß. Neben den Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon in Freiburg gab es die 39. Auflage des Halbmarathon in Berlin mit 28.454 Läufer und Läuferinnen im Ziel, Hessische Meisterschaften auf den Langstrecken in Hünfeld, einen interessanten Citylauf in Korschenbroich. Bei den einen läuft man für die Ehre und vielleicht um einen Titel,

 

bei anderen um ein Erlebnis mit Weltklasseläufern in einer Weltstadt und bei letzterem auch, um ein paar Euro zu verdienen.

 

Da die Männer des ASC Breidenbach nicht alle so gesund bzw. verletzungsfrei und dadurch die Chance auf eine gute Platzierung bei den Meisterschaften nicht real war, wurden andere Möglichkeiten gesucht und gefunden. Alexander Hirschhäuser hatte sich nach halbwegs überstandener Erkältung kurzfristig für den Halbmarathon in Berlin entschieden und durch die guten Verbindungen nach Berlin auch noch einen Startplatz für den eigentlich ausverkauften Lauf bekommen. Bei dem großen Andrang von Läufern (37.548 hatten gemeldet), dazu noch etwa 1.300 Inline-Skatern war jedoch schon der Tag vor dem Wettkampf ziemlich anstrengend mit dem nur persönlich möglichen Abholen der Unterlagen mit aufwändigem Durchgang durch die großen Messehallen und direkt vor dem Lauf auch nur eingeschränkten Vorbereitungsmöglichkeiten. Denn nur die „Elite“ wird bevorzugt behandelt, da sind Bestzeiten von unter 68 Minuten nicht relevant! Anders auch bei der Behandlung eines Ironman-Weltmeisters Patrick Lange, den vielen afrikanischen Läufern oder auch der allerbesten Deutschen mit Richard Ringer an der Spitze. Das wurde dann auch während des Rennens weitergeführt. An der Spitze Tempomacher, die den doch manchmal etwas störenden Wind nehmen und für Patrick Lange Absicherung durch „Begleitschutz“, der sogar noch Fotografieren verhindern wollte, aber eigene Aufnahmen und Videos für ihn waren dauernd möglich. Temperaturen von am Ende fast 20° C waren für Touristen, aber nicht für die Langstreckler besonders günstig.

 

Zum Rennen: Vorne Gruppen mit Afrikanern mit dem Sieger William Wanjiku (61:00), in der zweiten Gruppe Richard Ringer als bestem Deutschen auf Platz 7 in 62:10 Minuten und dann die vielen guten internationalen Läufer, in denen sich die besten Deutschen um gute Zeiten bemühten. Alexander fand sich in einer Gruppe mit dem Ironman-Weltmeister wieder. Nach dem etwas zu schnellen Start pendelte sich das Tempo für eine Endzeit von deutlich unter 70 Minuten ein. Zumeist war aber der Breidenbacher der, der sich für die anderen in den Wind stellte und Tempo machte. Das nutzte auch der weltweit beste Läufer der Triathlonszene. Vor drei Jahren stellte er auf Hawaii einen neuen Laufrekord auf, als er den Marathon in 2:39:45 Stunden absolvierte. „Im Triathlon nimmt das Laufen zunehmend eine größere Bedeutung ein“, sagt er. Warum also nicht auch mal eine reine Laufveranstaltung mit in die Vorbereitung nehmen? Tatsächlich hat sich Lange speziell auf den Halbmarathon vorbereitet. Vor allem den Anteil intensiver, kurzer Laufintervalle, die in seinen langen Trainingseinheiten sonst kaum eine Rolle spielen, hat er mit seinem Coach im Vorhinein erhöht. „Die Frage ist: Wie lange kann ich ein hohes Tempo halten?“, sagt Lange. (Zitate aus Der Tagesspiegel vom 05.04.19).

 

Erstaunlich für Alexander, dass er nach seiner Erkältung das Tempo so gut halten konnte und den letzten Kilometer sogar noch in knapp über 3 Minuten lief. Platz 44 in 68:59 Minuten bei den Männern (Zwei Frauen waren noch vor ihm, darunter die Streckenrekord laufende Sifan Hassan aus den Niederlanden in 65:43 Minuten), damit zehntbester Deutscher und nur eine Minute über seiner Bestzeit vom letzten Oktober. Lange, der in Darmstadt auch schon Trainingspartner auf dem Rad und der Straße von Kilian Schreiner war, konnte zum Schluss nicht mehr folgen und kam auf 69:37 Minuten und Platz 54.

 

Bei Kilian Schreiner hatte sich schon bei seinem überraschenden 5. Platz bei den Deutschen Crossmeisterschaften die Achillessehne bemerkbar gemacht. Deshalb wäre ein Halbmarathonstart bei den Deutschen Meisterschaften ein zu großes Risiko gewesen. Als Alternative vor einem geplanten USA-Aufenthalt bot sich kurzfristig ein 10 km-Lauf in Korschenbroich an. In einem starken Läuferfeld mit dem amtierenden Deutschen Meister über 10.000 m und 5.000 m Sebastian Hendel (LG Vogtland) und vielen Teilnehmern aus Osteuropa, den skandinavischen Länder und Benelux erreichte Kilian einen guten 8. Platz in neuer persönlicher Bestzeit über 10 km Straße in 31:05 Minuten. Auch er war am Anfang etwas zu schnell, musste zwischendurch noch eine mehr Läufer ziehen lassen, die er aber auf dem letzten Kilometer wieder ein- und überholte. Es gewann Mohamed Ali aus den Niederlanden in 29:37 vor Hendel in 29:40 Minuten. Damit war er zweitbester Deutscher, was dann auch entsprechend honoriert wurde.

 

Sprinter Marcel Jung, der eher als Betreuer von Kilian mit nach Korschenbroich gefahren war kam im für ihn langen 5 km-Volkslauf nach 20:40 min auf Platz 11.

 

Bei den Hessischen Meisterschaften über die Langstrecken waren leider nur zwei jüngere Mädchen vom ASC Breidenbach am Start. Charlotte Weigand kam in der W13 mit neuer Bestzeit von 7:37,02 Minuten auf Platz 5. Dabei war sie bis zur Streckenmitte auf dem vorher geplanten Weg, bekam aber dann etwas Schwierigkeiten, konnte zum Schluss aber nochmals zulegen. Gegenüber dem letzten Start in der Halle war dies eine Verbesserung um 15 Sekunden.

 

Nicht ganz zufrieden konnte Theresa Ruppersberg sein. Nach ihrer tollen Zeit von vor zwei Wochen bei den Regionsmeisterschaften von 7:21,53 Minuten merkte sie sicher die Auswirkungen der letzten Woche mit einem schulischen Englandaufenthalt. Diesmal blieben die Uhren bei 7:34,23 Minuten stehen, was Platz 7 ergab.

 

Charlotte Weigand mit neuer Bestzeit über 5 km

 

Beim 44. Gießener Frühjahrslauf in der Wieseckaue am 24. März konnte Charlotte Weigand auf einer amtlich vermessenen Strecke ihre 5 km-Bestzeit aus 2018 (21:52) auf jetzt 21:47 Minuten leicht steigern.

 Damit kam sie als viertbeste aller weiblichen Teilnehmerinnen und auf Platz 2 der WU14 ins Ziel.

 

Deutsche Meisterschaften im Crosslauf in Ingolstadt am 09.03.2019

 

Kilian Schreiner sensationell auf Platz 5 im Hauptlauf über 10.100 m

 

Damit hatte wohl keiner gerechnet: Kilian Schreiner (ASC Breidenbach) läuft bei den Deutschen Meisterschaften im Crosslauf unter den besten deutschen Langstrecklern auf Platz 5. Auf einem 1.000 m langen Rundkurs mit einigen steilen Anstiegen im Ingolstädter Hindenburgpark war der Lauf der Männer über 10.100 m der Höhepunkt und Abschluss der Meisterschaften. Nach einer kurzen Startgerade ging es eine kurze extrem steile Rampe hoch, gleich danach in eine Kurve und wieder runter. Der nächste Abschnitt führte flach um einen Teich, bevor es wellig und kurvig über einen Spielplatz ging. Die letzten 400 Meter waren dann wieder flach, nur aufgelockert durch zwei kleine Hindernisse. Durch die Menge der Läufer vorher waren auch die Wiesenwege schon stark aufgeweicht, so dass die Strecke doch relativ schwer zu laufen war. Schon nach der ersten halben Runde hatte Kilian die Führung des großen Feldes mit am Ende 63 Läufern im Ziel übernommen. Bin ich erstmal vorne, dann kann ich alle Unebenheiten auf der Strecke übersehen und bin sicher, dass meinen schon öfter verletzten Füßen nichts passiert, so der Weidenhäuser hinterher. Das war dann schon ziemlich keck im Hinblick auf die Qualität der folgenden Konkurrenz. Favorit Richard Ringer, der im letzten Jahr die 10.000 m beim Europacup in London in 27:36,52 min gewonnen hatte, vor den mit afrikanischen Wurzeln nächststärksten Läufern Amanal Petros (PB. 10.000 m in 28:29,78 min) und Samuel Fitwi Sibhatu (PB. 5.000 m n 13:56,12 min), der Titelverteidiger aus den beiden letzten Jahren Philipp Pflieger (Regensburg) und weitere namhafte Läufer waren in den ersten beiden Runden die Verfolger von Kilian. Dass sich die drei erstgenannten dann doch absetzen konnten und die Podestplätze unter sich ausmachten war voraus zu sehen. Bis zum Ziel gab es einen spannenden Kampf um den Titel, den Ringer (LC Rehlingen) in 32:03 min knapp vor Petros (TV Wattenscheid) in 32:04 min gewann. Dritter wurde Sibhatu (LG Vulkaneifel) in 32:13 min.

 

Hinter dem Führungstrio war dann ab der dritten Runde Philipp Pflieger zu Kilian aufgelaufen und dahinter gab es schon bald eine größere Lücke zu den Verfolgern. Pflieger hatte erst vor 4 Wochen bei einem Halbmarathon in Barcelona in 63:31 min seine gute Form unter Beweis gestellt, haderte aber nach dem Lauf mit dem Ergebnis und schob dies auf eine noch nicht ganz überstandene Erkältung. Dass er hier bei den Meisterschaften seinen Titel gegen Ringer nicht erfolgreich verteidigen konnte war wohl auch für ihn zu erwarten, aber dass er 7 km hinter einem Unbekannten wie Kilian Schreiner hinterherlaufen musste, war dann doch wohl nicht ganz in seinem Sinne. Dieser junge Mann vom ASC Breidenbach lies auch nicht nach in seinem Bemühen, doch noch von Pflieger wegzukommen und auch, um die Distanz nach hinten zu vergrößern. Ersteres gelang nicht, aber der Abstand nach hinten wurde von Runde zu Runde größer, obwohl auch hier noch das Feld mit Deutschen Meistern und etlichen eigentlich stärkeren Läufern vorhanden war. Anfangs der lang gezogenen Zielgeraden konnte Kilian einige Meter Abstand zu Pflieger rauslaufen, der aber dann kurz vor dem Ziel dank all seiner Erfahrung noch an Kilian vorbeikam. Ein fünfter Platz bei dieser starken Besetzung ist für ihn als toller Erfolg zu sehen und gibt Hoffnung auf eine weitere gute Saison dann auch auf der Laufbahn im Stadion.

 

Jahresrückblick 2018

 

Männer des ASC Breidenbach stark

 

Im zurückliegenden Jahr 2018 konnten vor allem die Männer des ASC Breidenbach mit hervorragenden Leistungen überzeugen. Den Anfang machte Kilian Schreiner am 20.01.

 

Zuerst gab es bei den Hessischen Hallenmeisterschaften im 1.500 m-Lauf einen 2. Platz in 3:58,46 und am nächsten Tag den Titel im 3.000 m-Lauf in 8:25,68 Minuten.

 

Am 07.02 konnte er dies als Deutscher Studentenmeister im 3.000 m-Lauf in Frankfurt mit 8:22,39 Minuten noch einmal steigern, wobei er nur ganz knapp die Qualifikation (8:22,00) für die Deutschen Hallenmeisterschaften verpasste.

 

Am 18.02. in Trebur sicherte sich die ASC-Männermannschaft mit Kilian Schreiner, Alexander Hirschhäuser und Yibrah Gidey Kahsay den Hessentitel im Crosslauf auf der Langstrecke.

 

Bei äußerst ungünstigen Bedingungen mit niedrigen Temperaturen und einem starken Wind konnte Kilian bei den Süddeutschen Meisterschaften in Regensburg am 17.03. die Vizemeisterschaft und die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften im 10.000 m-Lauf mit 30:36,19 Minuten erreichen. In einem Feld mit vielen deutschen Spitzenläufern gab es für Alexander Hirschhäuser mit 32:28,47 (7.), Yibrah Gidey Kahsay mit 33:02,72 (11.) und Marc Feußner mit 34:13,64 Minuten (14.) die besten Zeiten des Jahres. Nach dem Lauf in Regensburg gab es für Kilian leider wieder eine Verletzung, so dass er in den Wochen vor den Deutschen Meisterschaften am 12.05. in Pliezhausen nicht bzw. nur eingeschränkt trainieren konnte. Das Ergebnis war ein für seine Möglichkeiten enttäuschender 12. Platz mit einer Zeit von 31:29,55 Minuten. Marc Feußner belegte dort in der M35 mit 35:13,59 Minuten den 3. Platz in der M35. Auch er blieb damit weit unter der Leistung aus dem März in Regensburg.

 

Ihre besten Ergebnisse bei Hessischen Meisterschaften im 5.000 m- bzw. 2.000 m-Lauf brachten Laura Weigel und Sophie Joedt am 22.04. in Bergen Enkheim bei großer Hitze. Laura belegte hinter der „Überfliegerin“ Lisa Oedt vom SSC Hanau-Rodenbach mit 19:50,62 Minuten den 2. Platz. Auch Sophie hatte nur zwei ganz starke Mädchen vor sich und belegte mit 7:11,93 Minuten einen guten dritten Platz im 2.000 m-Lauf.

 

Ihren vorerst letzten Titel bei Hessischen Meisterschaften gewann Laura Weigel im 2.000 m-Hindernislauf am 02.05. in Pfungstadt, ohne wirklich gefordert zu werden in 7:43,30 Minuten.

 

Eine weitere Hessische Vizemeisterschaft erreichte Sophie Joedt am 16.06. in Darmstadt im 800 m-Lauf der W14 mit 2:24,84 Minuten. Hier endet die DLV-Bestenliste der W14 mit Platz 30 bei 2:22,24 Minuten.

 

Auch bei der letzten Hessischen Meisterschaft konnte die Männermannschaft des ASC wieder zum Titel laufen. Im 10 km-Straßenlauf am 30.09. in Marburg gab es einen Doppelsieg durch Kilian Schreiner (31:29) und Alexander Hirschhäuser (31:31 Minuten). Die Mannschaft komplettierte Marc Feußner als M35-Vizemeister nach 34:11 Minuten. Die Zeit für die Mannschaft bedeutete dann auch noch neuen Regionsrekord in 1:37:11 Stunden.

 

Als Deutsche Vizemeister der Studenten beendete Alexander Hirschhäuser das Meisterschaftsjahr 2018. Am 02.12. in Pfungstadt musste er nur Jonas Götte (HS Bund Brühl) den Vortritt im Crosslauf über 7.780 m nach 25:18 Minuten lassen.

 

 

Platzierungen in der Deutschen Bestenliste 2018:

 

Kilian Schreiner, 10.000 m Männer mit 20:36,19 am 17.03. in Regensburg, Platz 14

 

Kilian Schreiner, Halbmarathonlauf Männer mit 1:07:53 Std. am 14.10. in Offenbach

 

Alexander Hirschhäuser, Halbmarathonlauf Männer mit 1:07:54 Std. am 14.10. in Offenbach

 

Alexander Hirschhäuser, 3.000 m Hindernislauf Männer mit 9:53,70 min. am 02.06. in Osterode

 

sowohl im 10 km Straßenlauf (31:07) als auch im 10.000 m-Lauf lag Alexander ganz knapp nicht mehr unter den besten 50 Männern in Deutschland (31:01 und 32:22,23)

 

Laura Weigel, 5.000 m-Lauf der WU20 mit 19:50,62 am 22.04. in Bergen-Enkheim, Platz 44

 

Laura Weigel, 2.000 m Hindernis der WU20 mit 7:43,30 min in Pfungstadt, Platz 26

 

Sophie Joedt, 3.000 m der W14 mit 11:35,07 min am 18.07. in Trebur, Platz 17

 

(hier hat der HLV-Statistiker es nicht geschafft, die Leistung an den DLV weiterzugeben!)

 

Da Laura Weigel ihre größeren Möglichkeiten im Triathlon sieht, hat sie sich seit Mitte des Jahres mehr dem Radfahren und dem Schwimmen gewidmet. Zuerst wurde sie Hessische Meisterin im Duathlon am 14.04. in Großenenglis, um dann bei den Deutschen Meisterschaften im Duathlon am 28.04. in Alsdorf auf Platz 7 der Juniorinnen und mit der Hessenmannschaft den Titel zu gewinnen. Wir hoffen, dass sie ihre eher schwächere Disziplin im Laufen weiter verbessern kann, um dann auch hier die von ihr angestrebten Leistungen zu steigern. Dies sollte vor allem auf den langen Strecken und auch im Hindernislauf, wo sie ihre Möglichkeiten noch bei weitem nicht ausgeschöpft hat, möglich sein.

 

Bemerkenswert war in diesem Jahr die immer deutlicher werdende Dominanz der beiden Langstreckler des ASC Kilian Schreiner und Alexander Hirschhäuser zumindest in Hessen.

 

So wie bei den Hessischen Meisterschaften im 10 km-Straßenlauf als die beiden unterwegs sich absprechen konnten, wann es denn endlich ernst werden sollte und sie dann auch mit einem Vorsprung von einer Minute gewannen. Oder bei ihrem Lauf über die Halbmarathonstrecke am 14.10. in Offenbach, als die nächsten in einem Abstand von mehr als 6 Minuten ins Ziel kamen. Stadtlaufsiege gab es in Ottersdorf an der Elbmündung (auch gegen kenianische Läufer), in Fulda oder Göttingen durch Alexander sowie der Sieg von Kilian beim national stark besetzten Crosslauf in Pforzheim. Auch die Läufe in der Region waren immer fest in ASC-Hand durch Kilian, Alexander oder auch Yibrah Gidey Kahsay.

 

Leider konnten die Schülerinnen ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen. Hier sollten vor allem Sarah Joedt nach ihrem glänzenden Jahr 2016 und Schwester Sophie Joedt nach den hervorragenden Leistungen im ersten Halbjahr 2018 wieder an die Ergebnisse anknüpfen können, wenn sie ihre Chancen in der Leichtathletik erkennen. Dass gute schulische Leistungen mit entsprechenden Ergebnissen im Sport korrelieren haben schon vor Jahren einige der damals älteren ASC-Jugendlichen deutlich gezeigt. 

 

Kilian Schreiner gewinnt in Pforzheim, Lavinia Wagner am Hammerweiher

 

Zu Beginn der Crosslauf-Saison waren die ASC-Läufer schon wieder erfolgreich unterwegs. Beim Westerwaldcross in Mengerskirchen am 3. November konnten Theresa Ruppersberg (W13) als zweitschnellstes Mädchen über die 1.500 m-Wiesenrunden mit 5:58 min diesmal vor Charlotte Weigand (W12, 6:17 min) die Ziellinie überlaufen. Theresa gewann damit ihre Jahrgangswertung und Charlotte wurde hinter Julia Kaiser (LG Dornburg – 5:54 min) Zweite.

Parallel dazu war bei den Dill-Kreismeisterschaften am Hammerweiher in Dietzhölztal Lavinia Wagner (W12) über 1.600 m über die Wiesen in der Nähe der Sporthalle das schnellste Mädchen in 6:34,0 Minuten. Sie hatte sich das Rennen klug eingeteilt, so dass sie nach vorsichtigem Beginn die größten Reserven hatte und auf dem Schlussanstieg die letzten Mädchen überspurten konnte.

Mit nationaler Spitzenklasse hatten es Kilian Schreiner und Yibrah Gidey Kahsay beim Crosslauf in Pforzheim zu tun. Nach den letzten Erfolgen zusammen mit Alexander Hirschhäuser sollte noch stärkere Konkurrenz gesucht werden, um den wirklichen Leistungsstand auch national feststellen zu können. Dazu bot sich die zu den bestbesetzten Crossläufen in Deutschland gehörende Veranstaltung in Baden an.

Kilian begann das Rennen sehr offensiv und führte eine größere Gruppe über die erste Runde über die Wiesen mit zwei Hügeln und mehreren Hindernissen aus Baumstämmen und Heuballen über viele Schleifen an. In der zweiten Runde schien es so, als ob er sich etwas übernommen hätte, denn der spätere Sieger Markus Görger (LAC Freiburg) setzte sich etwas ab und mit ihm gingen weitere 5 Läufer an Kilian vorbei. Doch schon in der dritten Runde hatte Kilian die Lücke bis auf Platz 2 wieder geschlossen und einer nach dem anderen fiel zurück. Zum Schluss konnte nur noch Lukas Eisele von der LG Filder folgen und ihm kurz vor dem Ziel sogar einige Meter weglaufen. Doch mit einem energischen Spurt sicherte sich Kilian doch noch den zweiten Platz im Einlauf, der den Sieg in der Männerklasse bedeutete. Görger, der 2017 noch Platz 5 bei der U20-EM über 5.000 m erreicht hatte, gewann als U23-Sieger in 30:54,5 Minuten. Kilian benötigte 31:10,0 und Eisele 3:11,8 Minuten. Dahinter dann schon deutliche Abstände von 20 und mehr Sekunden für Läufer mit 5.000 m-Bestzeiten von knapp über 14 Minuten, unter anderem auch der Sohn von Olympiasieger Dieter Baumann, der aufgrund seiner Hindernisbestzeit von 8:51,06 Minuten im DLV-Kader steht, hier aber 74 Sekunden hinter Kilian Schreiner ins Ziel kam. Yibrah Gidey Kahsay sucht nach einer Verletzung noch seine Form aus dem frühen Sommer und kam nach 34:04,6 Minuten im Gesamteinlauf auf Platz 16.

 

Was ist eigentlich Orientierungslauf?

 

Sicherlich mehr als nur Karte lesen und durch den Wald rennen! Der ASC Breidenbach bekam Besuch und konnte seine Orientierungslaufarbeit vorstellen. Hierzu gibt es einen Artikel in der Freizeit Aktiv Ausgabe vom 29.09.2018 der Oberhessischen Presse. Der Artikel ist hier zu finden.

Vielen Dank an Christian Lips!

Kilian Schreiner und Alexander Hirschhäuser auch im Halbmarathonlauf überlegen

 

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass der Mainuferlauf in Offenbach stets eine gute Strecke war, um schnelle Zeiten zu laufen. Nach den hervorragenden letzten Wettkämpfen ging es somit für Kilian Schreiner und Alexander Hirschhäuser darum die persönlichen Bestzeiten über die Halbmarathon Distanz anzugreifen. Als der ehemalige Vize-Weltmeister im Ultra-Traillauf und auch international erfolgreiche Ultralangstreckler Florian Neuschwandner an der Startlinie stand bestand die Hoffnung auf starke gleichwertige Konkurrenz. Doch diese war bereits nach dem ersten Kilometer verflogen, denn Neuschwandner konnte bereits dem Anfangstempo nicht folgen und stieg dann bei 3,5 km aus dem Rennen aus. Damit waren die beiden Breidenbacher Läufer bereits auf sich allein gestellt. Kilian Schreiner vorne allein an der Spitze, gefolgt von Alexander Hirschhäuser im sichtbaren Abstand, konnten das Tempo konstant hochhalten. Bei optimalen Bedingungen wurde das restliche Feld immer weiter distanziert.

 

 3 Km vor Ziel konnte schließlich Alexander nochmals aufschließen auf Kilian und es entwickelte sich ein spannendes Finish zwischen beiden. Beispielhaft für eine gelungene Teamleistung konnten beide Breidenbacher Läufer dadurch nochmals beschleunigen. Im packenden Endspurt konnte sich schließlich Kilian Schreiner durchsetzen und siegte in überragenden 1:07:53 Stunden gegen Alexander in 1:07:54 Stunden. Für Kilian ein weiterer großer Schritt zu seiner alten Stärke, für Alexander eine Verbesserung der persönlichen Bestzeit um 3:23 min. (Vorher 1:11:17 Stunden). Bemerkenswert ist, dass der 3.platzierte Sultan Abdu von der LG Eintracht Frankfurt mit einer Zeit von 1:14:29 Stunden bereits 6:36 Minuten Rückstand hatte.

 

Diese Ergebnisse zeigen, dass die beiden jetzt über die beiden langen Straßenlaufstrecken den Anschluss an die erweiterte deutsche Spitze herstellen konnten. Innerhalb weniger Wochen zeigten die Ergebnisse der Läufer des ASC Breidenbach ihre derzeitige Klasse in und über Hessen hinaus.

ASC Läufer erfolgreich an der Nordsee unterwegs

 

Die guten Ergebnisse der letzten Monate brachten den ASC-Läufern eine Einladung zum Küstenmarathon in Otterndorf an der Elbmündung zwischen Hamburg und Cuxhaven. Dort richtet eine Veranstaltergemeinschaft aus drei Vereinen, der örtlichen Sparkasse und dem Kinderschutzbund liebevoll einen Läufertag unter dem Motto “Athleten laufen für Kinderrechte” am Weltkindertag für alle Altersklassen und Menschen mit unterschiedlichem sportlichem Niveau aus. Auf dem Programm standen Bambiniläufe der Cuxhavener Kindergärten, Schülerläufe über 2 km, Läufe über 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon.

 

Zu Beginn wurden die eingeladenen Eliteläufer einzeln persönlich vorgestellt. Mit David Storl hatten die Otterndorfer den 28-jährigen mehrmaligen Weltmeister im Kugelstoßen mitten unter die

 

Läufer und hier vor allem im Bambinilauf präsentiert. Für die Eliteläufer war es selbstverständlich, dass sie ihr „Einlaufen“ mit den Bambinis in deren Lauf einbezogen.

 

Hatte es am Vortag der Veranstaltung noch geregnet mit starken Wind, so war es am Wettkampfmorgen nahezu windstill und temperaturmäßig zwar kühl, aber für die Langstrecken durchaus angenehm.

 

Im 10 km-Lauf mit Kilian Schreiner und Alexander Hirschhäuser sowie dem als großen Favoriten gehandelten Kenianer Noah Cherokony gab es einen äußerst spannenden und überraschenden Rennverlauf. Cherokony war extra mit seinem holländischen Manager angereist war, um ein paar Euros zu verdienen. Von Beginn an liefen die drei genannten an der Spitze des Feldes. Aus der ersten, einer 7 km-Runde, die zumeist über Asphalt, aber auch teilweise über Graswege und Pflaster durch die Stadt und über den Deich führte, kam wie erwartet der Kenianer mit Abstand über die Start-Ziel-Geraden. Dahinter aber schon Alexander Hirschhäuser leicht vor Kilian Schreiner. In der finalen 3 km-Runde änderte sich der Eindruck vom Laufverhalten der Führenden. Der Kenianer konnte das hohe Anfangstempo mit Kilometerabschnitten deutlich unter 3 Minuten, bei dem seine beiden deutschen Verfolger mit etwa 9:00 Minuten bei 3 km durchliefen, nicht durchhalten. Taktisch klug verhalten und seiner derzeitigen Stärke sicher kamen Hirschhäuser und Cherokony nur noch mit geringem Abstand voneinander auf die ca. 200 m lange Zielgeraden. Entschlossen und durch die gute Trainingsgrundlage der letzten Wochen, gab es kein Halten mehr für Alexander Hirschhäuser. Im Ziel hatte er seine Bestzeit um 96 Sekunden auf 31:07 Minuten verbessert und war damit 7 Sekunden schneller als sein afrikanischer Konkurrent. Auch Kilian Schreiner, der seine Straßenlaufbestzeit auf 31:42 Minuten verbesserte (auf der Bahn lief er bereits 30:00,08 Minuten), war durchaus zufrieden mit dem 3. Platz. Er war nicht ganz im Vollbesitz seiner Kräfte, u.a. weil er im Abschluss seines Bachelor-Studiums steht.

 

Marc Feußner und Yibrah Gidey Kahsay starteten im Halbmarathonlauf. Auch hier war ein Kenianer (Bestzeit 62:45 Minuten) am Start, dazu noch ein weiterer Läufer mit einer Bestzeit von 66:52 Minuten und der Sieger über 10 km im Vorjahr. Außerdem waren noch die Niedersachsen-Meisterschaften in diesem Lauf integriert. Deshalb war es für die beiden Breidenbach extrem schwer, auf die Podestplätze zu laufen. Marc Feußner kam mit neuer Jahresbestzeit von 74:06 Minuten als dritter der M35 auf Gesamtplatz 6. Yibrah Gidey Kahsay lief ebenfalls Jahresbestzeit mit 75:09 Minuten; er kam damit auf Platz 10. Für Yibrah läuft es zurzeit nicht so gut wie im Vorjahr. Bedingt durch seinen ungeklärten Aufenthaltsstatus, private Veränderungen und auch Beschwerden an seinem rechten Oberschenkel, wodurch er humpelt ins Ziel kam.

 

Beeindruckt waren die Hinterländer durch die freundliche Aufnahme in Ottersdorf, die Zuschauermengen an der Strecke zumindest in der Stadt, die Würdigung der Leistungen und die Moderation durch Norbert König, der als fachkundiger ZDF-Sportmoderator deutschlandweit bekannt ist.