Dem Winter trotzen
14.02.2010 | Laufen & Walking | aktiv laufen /
aus Leichtathletik.de, etwas abgeändert
Dem Winter-Blues davonlaufen
Wer fit ins Frühjahr kommen will, rennt auch bei Kälte. Auch Winterläufe machen Spaß
Zu Beginn des Marathon-Projektes des ASC Breidenbach ging alles besser als gedacht. Voller Stolz können die Teilnehmer auf erste Erfolge durch das Training hinweisen. Aber jetzt mag der eine oder andere gar nicht mehr aus dem Fenster schauen, bzw. zum Training gehen, der Winter dauert einfach zu lang und es ist richtig unangenehm, auf den vereisten Wegen im Hinterland und im Stadion zu laufen.
Null-Bock-Stimmung überwinden
Jedes Mal schweift der Blick durch das Fenster nach draußen, wo Schnee und Eis gerade den Winter-Blues komponieren. Der eiskalte Wind treibt immer neue, immer dunklere Wolken vor sich her und der Schneefall will gar nicht mehr aufhören. Null Bock auf Lauftraining.
In Gedanken sind alle bei einem Trainingslager auf den Kanaren oder einem Lauf in Rom. Der Flieger geht aber erst im März. Wir hatten uns fest vorgenommen, wenigstens einmal pro Woche durchs kalte Hinterland zu laufen. Ob wir das schaffen? „Ich weiß es nicht“, gestehen die meisten der anfangs so aktiven Hobbyläufer.
Einmal laufen pro Woche reicht nicht
„Das ist zu wenig, da geht alles den Bach runter“, sagt der Sportarzt und der Trainer und sie erklären: Die gute Herbst-Form verfliegt ruck-zuck, und im Frühjahr fehlen die Grundlagen, wenn man das Training im Winter allzu sehr schleifen lässt.
Die meisten Läufer würden im Winter einen Gang runter schalten, der Körper sei aufgrund der Kälte und der Wetterumstände ja auch nicht so leistungsfähig. Wer Marathon-Ambitionen im Frühjahr oder Sommer hegt, sollte allerdings jetzt schon zwei bis drei Einheiten pro Woche hinlegen.
Fünf Argumente fürs Laufen im Winter |
Das sagt die Sportmedizin
Die wichtigsten Lauf-Regeln für den Winter.
Langsam loslaufen
Die Muskeln sind bei kalten Temperaturen schlechter durchblutet und kommen nur langsam auf Betriebstemperatur.
Start gegen den Wind
Wenn Sie zu Beginn gegen den Wind laufen, nutzen Sie die Kraft, die Sie zu Anfang Ihres Laufs noch haben. Zum anderen weht Ihnen gegen Ende Ihres Laufes, wenn Sie verschwitzt und ausgepowert sind, kein Wind ins Gesicht. Das reduziert die Erkältungsgefahr.
Mützenpflicht
Tragen Sie eine Mütze. Über den Kopf entweicht am meisten Wärme, die der Körper braucht, um Beine, Arme, Hände und Finger ausreichend zu versorgen.
Durch die Nase einatmen
Solange es das Tempo zulässt, sollten Sie bei Kälte durch die Nase einatmen. So wird die Luft um etwa zehn Grad erwärmt und die Lunge geschont.
Nie krank laufen
Sport ist absolut tabu bei Fieber, Hals- oder Ohrenschmerzen. Aber auch bei allgemeinen Symptomen, wie Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Rücken- und Nackenschmerzen, Kopf- und Bauchschmerzen oder beim Infekt der oberen Luftwege gilt: Laufschuhe im Regal lassen. Wer trainiert ist, kann allenfalls bei einem leichten Schnupfen einen ruhigen Lauf absolvieren. Aber dann besser 30 Minuten als eine Stunde.