Julia in Argentinien
Liebe Familie, Freunde, Verwandte, liebe Unterstützer, liebes Team der Weltweiten Initiative,
in dieser Mail ist nicht mein erster Erfahrungsbericht, aber ein kleiner, aber feiner Bericht über das "Wie geht es mir?!?".
Also dann; mir geht es sehr gut. Das Wetter ist gerade eher bescheiden, richtig kalt, windig und es regnet. Gestern mussten wir uns Schlittschuhlaufend durch den Schlamm kämpfen, wodurch wir dann doch etwas "bematscht" waren :)
In die Projektarbeit im comedor (einer Küche, für diejenigen, die nicht genug Geld für Essen haben) und die im Sportprojekt der fundacion DAD bin ich direkt eingestiegen. Der Plan für die nächsten 2-3 Monate steht und es kann losgehen, sich hier zu integrieren, zu lernen, zu helfen und einfach zu leben.
In meiner Gastfamilie bin ich seit mittlerweile 10 Tagen und fühle mich mehr als wohl. Wir sprechen viel, was wohl der beste Weg ist, das argentinische Spanisch zu lernen. Ebenso konnte ich so bereits viel über die argentinische Geschichte/Entwicklung und warum alles so ist, wie es nun einmal ist, erfahren. Die gesamte Familie redet gerne und viel, weshalb wir oftmals noch viel zu spät Gespräche führen, weshalb ich dann doch meistens ziemlich müde bin, aber das macht nichts... Letztendlichsind das nicht immer einfache Gespräche, die mir aber umso mehr die Kultur näher bringen und mich einfach hier so langsam ankommen lassen.
Ansonsten erschüttern mich immer wieder die Unterschiede zwischen Arm und Reich, mit denen ich schon ab und an konfrontiert wurde. Nicht immer leicht, aber leider Realität und deshalb zunächst einmal zu akzeptieren, um überhaupt irgendetwas verändern zu können.
Zum Abschluss: Vielen Dank an alle, die mich bis hierher unterstützt haben, die mich immer bestärkt haben in meiner Entscheidung und schlussendlich bis hierher nach Argentinien gebracht haben. Danke!
Liebe Grüße
gringa - Julia
PS: im Anhang ist das Bild der gesamten Equipe der Fundacion DAD (inklusive mir)
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Schauen Sie doch mal auf meiner Homepage vorbei: www.fraujuliaswelt.blogspot.com
Dort finden Sie viele Informationen über meinen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Buenos Aires - Argentinien.
Gerne können Sie diese Arbeit auch unterstützen und/oder meine monatlichen Erfahrungsberichte erhalten (hierzu schicken Sie mir bitte eine Mail).
Spenden an:
Weltweite Initiative e.V.
Konto: 861 1300
BLZ: 550 20 500 (Bank für Sozialwirtschaft)
Betreff: „SPENDE 73072“
(bitte sonst nichts in den Betreff schreiben).
ASC-Mitglied nach Argentinien

- Julia Limmeroth gehörte schon als 9-jährige zu den Besten in Mittelhessen. So glänzte sie mit 7,9 Sekunden im 50 m-Lauf, sprang 3,88 m weit und erreicht im Dreikampf 1.078 Punkte. Damit belegte sie jeweils Platz 1 in der Bezirks-Bestenliste des Jahres 1999.
Liebe ASC’ler,
ich, Julia Limmeroth, werde nun sehr bald meine Heimat, das hessische Hinterland, Deutschland - Europa verlassen, um nach Argentinien zu reisen und in Buenos Aires benachteiligten Kindern und Jugendlichen zu helfen und über den Sport eine Alternative zu Drogen und Gewalt aufzuzeigen.
Der Sport hat mir mein ganzes Leben lang viel gegeben und wird auch in Zukunft ein zentraler Punkt in meinem Leben sein und bleiben. Der ASC Breidenbach war meine erste sportliche Etappe, die ich bereits mit 7 Jahren begonnen habe. Ich bin dankbar für die schönen Momente und netten Menschen, die mich in dieser Zeit begleitet haben.
Genau deshalb entschied ich mich vor etwas mehr als einem Jahr dazu, in insbesondere sozial weniger weit entwickelten Ländern helfen zu wollen und den Sport zu nutzen, um Werte wie Teamgeist, Ehrgeiz, Frustrationstoleranz zu vermitteln sowie schlichtweg etwas von den mir mein Leben lang gegebenen Privilegien zurückgeben zu können.
DAD – desarollo a través de deporte = Entwicklung über Sport wird nun das Projekt sein, in dem ich in den argentinischen „Gettos“ arbeiten werde, um die einheimischen Kräfte zu unterstützen. Vor allen Dingen ist wichtig: „Man lebt, wie man spielt.“, was den Grundgedanken des Projektes widerspiegelt.
Argentinien ist auf der einen Seite das Land, so wie wir es uns vorstellen mit dem guten Steak, den unglaublichen Fußballkünstlern, dem Tango, den Gauchos und noch so vielem mehr, aber es existiert eben auch das Argentinien, das eine nicht existente Mittelschicht besitzt und in dem unvorstellbare Unterschiede zwischen Arm und Reich herrschen, die wir uns in Deutschland trotz all unserer eigenen Problemen nicht vorstellen können.
Das ist der Weg, den ich schon so bald gehen werde und der so viel Erwartungen, Hoffnungen, aber natürlich auch Ängste mit sich bringt. Ich hoffe sehr, einen kleinen kleinen Teil dazu beitragen zu können, einigen Kindern und Jugendlichen das Leben ein wenig zu erleichtern und ihnen zumindest ein paar glückliche Momente verschaffen zu können.
Obwohl eine Förderung seitens des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe besteht, ist eine Beteiligung jedes einzelnen Freiwilligen notwendig.
Hinzu kommt, dass das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe Ende April den Etat von 29 auf 40 Millionen € gekürzt hat, weshalb solche Friedensdienste nur durchgeführt werden können, wenn ein Teil der Kosten über Spenden aus der breiten Bevölkerung getragen wird.
Wenn Ihr dies unterstützen möchtet, wäre ich sehr dankbar.
Gerne könnt Ihr auch an meinen Erlebnissen teilhaben, die ich während meiner Zeit in Buenos Aires erfahren werde. Ich schreibe monatliche Berichte, die jeder Interessierte sehr gerne empfangen kann.
Mit freundlichen Grüßen
Julia Limmeroth
Julia im ASC Breidenbach

Ihre beste Saison hatte Julia im Jahr 2003 als 12-jährige. Sie lief 75 m in 10,32 Sekunden, 800 m in 2:31,22 Minuten und sprang 5,10 m weit, kam mit der 3x800 m-Staffel zusammen mit Verena Andreas und Jana Hirschhäuser auf 8:03,8 Minuten. Mit ihrer Leistung im Weitsprung gehörte sie damals zu den Besten in Deutschland; dies bedeutete die Nummer 1 in Hessen und auch Rekord in der Region. Eine nicht geklärte Verletzung am Hals beendete damals vorerst ihre sportliche Karriere.
Seit 2007 verlegte sich ihr Interesse dann mehr auf den Wurfbereich. Hier erzielte sie mit 31,31 m mit dem Speer die beste Weite im Jahr 2009.
Dass man mit viel sozialem Engagement und sportlichem Erfolg auch noch ein gutes Abitur machen kann bewies Julia jetzt mit ihrem Schulabschluss und einer Abiturnote von 1,5.
Wir wünschen Julia bei ihrer neuen Aufgabe viel Glück und die Unterstützung aus dem heimischen Raum. Dies kann auf finanzieller Weise geschehen. Dazu hat sie uns ihre notwendigen Daten zur Verfügung gestellt:

- Auch das ist Argentinien

- Armenviertel in Argentinien

- Julia Limmeroth bei einer Wettkampfpause

- spielende Kinder in Buenos Aires